Die mittelständischen Bauunternehmen schätzen ihre Geschäftslage zu Beginn des Jahres 2011 vergleichsweise günstig ein. Im Wohnungs- und Wirtschaftsbau fällt die Lagebeurteilung deutlich günstiger aus als noch vor Jahresfrist. Seinerzeit waren die Erwartungen zum Wirtschaftsbau sehr gering. Auch im Wohnungsbau war die nachfolgende Belebung noch nicht absehbar. Für beide Sparten wird nun offensichtlich eine weitere Stabilisierung erwartet. Anders im öffentlichen Bau: Während vor Jahresfrist im Angesicht der bis dato nur wenig abgerufenen Mittel aus den Konjunkturpaketen Optimismus zur weiteren Umsatzwicklung herrschte, gibt es ein Jahr später kaum gute Einschätzungen zur Geschäftslage in dieser Sparte. Das ergibt die monatliche Konjunkturumfrage des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes unter seinen Mitgliedsbetrieben für Januar 2011.

Die Nachfrage im Wohnungsbau und Wirtschaftsbau ist im Vergleich zum Vormonat gestiegen. Im öffentlichen Bau halten sich Meldungen über rückläufige und unveränderte Order die Waage.
Die Bautätigkeit ist im Januar in allen Sparten saisontypisch und witterungsbedingt noch nicht ausgeprägt.

Die Auftragsbestände im Hochbau liegen mit 2,4 Monaten um einen halben Monat über dem Niveau des Vorjahres. Durch den witterungsbedingten Ausfall der Bautätigkeit im November und Dezember 2010 haben sich die Bestände aufgebaut. Im Tiefbau fällt die Steigerung mit 0,3 Monaten etwas schwächer aus.
Die Geräteauslastung hat sich in den alten Ländern im Hochbau (62 %) und im Tiefbau (51 %) gegenüber dem Vormonat um jeweils ca. 5%-Punkte verbessert. In den neuen Ländern blieb die Geräteauslastung im Tiefbau auf dem äußerst niedrigen Niveau wie im Dezember bei 35 %. Im Hochbau liegt die Auslastung unverändert bei 50 %.

Die kurzfristigen Erwartungen für die nächsten drei Monate zur Geschäfts-, und Auftragsentwicklung sind per Saldo positiv. Die Preise werden auf konstantem Niveau erwartet.
Für den Januar melden die Unternehmen noch in markanten Umfang witterungsbedingte Behinderungen. Sie haben aber gegenüber dem Dezember deutlich nachgelassen. Der Facharbeitermangel bleibt in Ost und West ein Hauptgrund für Baubehinderungen. In ähnlich starken Umfang werden Zahlungsverzögerungen wahrgenommen.