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Die Kreishandwerkerschaft Düsseldorf präsentierte mit der Veranstaltung ”HandSchlag 2011″ am 23. September 2011 nun schon zum zweiten mal ein umfangreiches Informationsprogramm über das Handwerk in Düsseldorf und die interessanten beruflichen Persperspektiven für Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus wurden mit einer feierlichen Begrüßungsgala die diesjährigen Ausbildungsanfänger mit den “Handschlag 2011″ in die starke Gemeinschaft der Handwerker aufgenommen. Bei dieser Gelegenheit wurden ihnen auch ihre Lehrverträge überreicht.

Im Rahmen des WerkerTags informiertenca. 30 Innungen der Kreishandwerkerschaft Düsseldorf von 09:00 bis 14:00 Uhr in der Rotunde der Tonhalle über die einzelnen Berufsbilder. Insgesamt ca. 2.000 Schülerinnen und Schüler der 8., 9. und 10. Klassen folgten dem Aufruf des Düsseldorfer Handwerks in die Tonhalle. Das Informationsangebot für die Schülerinnen und Schülerinnen umfasste die gesamte Palette im Handwerk von A wie Augenoptiker bis Z wie Zimmerer. Weitere Information folgen.

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Interview mit ZDH Präsident Kentzler: „Was erwartet die Wirtschaft von Schulabgängern und Studenten?“ diese Frage hat BILD-online Spitzenvertretern der verschiedenen Wirtschaftsbereiche gestellt. Für Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, steht eine Erwartung ganz oben: Bewerber müssen Motivation für die Ausbildung im gewählten Beruf mitbringen. Weiterlesen

Maler und Lackierer ist ein farbiger Beruf mit Zukunft. In diesem gestaltenden Handwerk bieten sich vielfältige Karrieremöglichkeiten. Das berufliche Spektrum ist breit angelegt: vom umweltgerechten Umgang mit Farben und Lacken, über die Wärmedämmung von Fassaden, dem Gestalten von Räumen bis hin zur Fahrzeuglackierung. Nutze Deine Chance! Weiterlesen

Ein eindrucksvoller Abend für die Ausbildungsstarter

Im Rahmen einer feierlichen Abendgala mit Star-Programm erhielten am 17. September 2010 rund 450 Auszubildende des Handwerks ihre Lehrverträge in der Tonhalle überreicht. Im Bereich der Kreishandwerkerschaft Düsseldorf wird bis zum Jahresende mit einer Gesamtzahl von rund 1.450 neuen Ausbildungsverträgen im Handwerk gerechnet.

Kreishandwerksmeister Thomas Dopheide konnte insgesamt rund 1.150 Gäste, darunter eine Reihe von Ehrengästen und Unterstützern des Handwerks, in der Tonhalle begrüßen. Ganz besonders sprach er dabei die eigentlichen Hauptpersonen des Abends an: die jungen Menschen, die in diesem Jahr ihre Ausbildung im Handwerk beginnen. Hier betonte er, dass mit einer handwerklichen Lehre auch eine Aufnahme in die Handwerksfamilie erfolgt. Habe der Lehrling hier einmal das Vertrauen seiner Ausbilder erworben, könne dies eine exzellente Grundlage für eine langjährige Zusammenarbeit sein.

Auch das Thema Integration sprach Dopheide an. Während dieses in der Gesellschaft aktuell wieder diskutiert werde, ist es im Handwerk gelebte Gegenwart und das schon seit Jahrzehnten. Gerade im Handwerk gelte nicht wo jemand herkommt, sondern welches Ziel ein junger Mensch mit Einsatzwillen, Leistungsbereitschaft und Lernfreude erreichen wolle. In den einzelnen Gewerken gibt es einen Anteil von 20 – 30% der Auszubildenden, die einen Migrationshintergrund haben. Aber das sei nicht von Bedeutung, denn gerade im Handwerk könne sich jeder durch seine praktisch erbrachten Leistungen und natürlich auch durch Teamwork auszeichnen und zu Stützen des Betriebes werden.

Moderiert wurde die Gala von Jürgen Hilger-Höltgen in der Rolle als „Hausmeister“ auf lockere und humorige Art. Dabei bezog er das Publikum und ganz besonders die Ausbildungsstarter mit in das Programm ein.

Rund 40 Mitglieder des Jugendsinfonieorchesters U16 der Tonhalle Düsseldorf unter der Leitung ihres Dirigenten Ernst von Marschall präsentierten den Gästen von der Eurovisionsmelodie bis zum Soundtrack zu Winnetou, welche Perfektion man schon in jungen Jahren mit einem Instrument erlangen kann.

Anschließend stellte der international bekannte Percussionist Roland Peil dar, was in ansonsten verborgenen Bauteilen handwerklichen Ursprungs an Rhythmus und Musik stecken kann. So improvisierte er auf Malereimern, Rohren, Holzplanken, einem Kotflügel, oder einem Motorradtank mit Schraubenschlüssel, Schneebesen und anderen Utensilien – alles Werkzeuge und Materialien aus dem Handwerk. Ein einmaliges Werk dieses Künstlers, der sichtlich auch selber seine Freude an dieser Aufführung hatte.

Den krönenden musikalischen Abschluss bildete darauf folgend die kubanische Band “Seis del Son” unter der Leitung von Eduardo Duquesne, die das ganze Publikum zum Mitsingen brachte. Ein musikalisches Abendprogramm auf höchstem Niveau, das alle Gäste im Saal begeisterte.

Die Überreichung der Lehrverträge wurde dann von Kreishandwerksmeister Thomas Dopheide exemplarisch an je einen Lehrling aus jedem Ausbildungsgewerk vor großem Publikum auf der Bühne vorgenommen. Unterstützt wurde er dabei von Kreislehrlingswart Klaus Kremer und Hanna Bohnekamp, der zweiten Siegerin bei “Germany’s Next Topmodel 2010″. Besonderen Applaus konnten die beiden Lehrlinge aus dem Schornsteinfeger- und dem Zimmerer-Handwerk einheimsen, die in der typischen Kluft ihres Gewerks erschienen waren.

Der großen Abendgala waren zwei Berufsinformationstage im Foyer der Tonhalle vorausgegangen, wo 35 Innungen die verschiedenen Berufsbilder der Gewerke unter anderem den Schülerinnen und Schülern der 8., 9. und 10. Klassen der weiterführenden Schulen präsentieren konnten. Somit beschloss die Gala zwei Tage, die ganz im Sinne der laufenden Imagekampagne beste Nachwuchswerbung für die Vielfalt und die erstklassigen Chancen im Handwerk waren.

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Im Rahmen des Zulassungsverfahren zur Gesellen- bzw. Abschlussprüfung haben uns immer mehr Anfragen erreicht, welche Voraussetzungen an ordnungsgemäß geführte Berichtshefte zu stellen sind. Dabei stellten sich insbesondere die Fragen, wer außerbetriebliche Ausbildungsphasen unterschreiben muss und ob die fehlende Unterschrift des Ausbilders auch zu einer Nichtzulassung zur Prüfung führen kann.

 

Die Problematik soll anhand des folgenden Beispiels verdeutlicht werden:

Der Auszubildende legt seinem Ausbilder die ordentlich geführten Berichtshefte zur Kontrolle vor. Die in dem Berichtsheft geführten Tätigkeitsnachweise beziehen sich auch auf zum Teil mehrwöchige Blockbeschulungen der Berufsschule sowie Maßnahmen der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung. Der Ausbilder ist sich nicht sicher, ob er die außerbetrieblichen Ausbildungsphasen auch abzeichnen muss, da er die angegebenen Inhalte nicht kontrollieren kann. Er unterschreibt daher nicht.

Gemäß § 36 Abs. 1 Nr. 2 2. Alt. des Gesetzes zur Ordnung des Handwerks (HwO) und § 43 Abs. 1 Nr. 2 2. Alt. des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) ist zur Prüfung zuzulassen, wer die vorgeschriebenen schriftlichen Ausbildungsnachweise geführt hat. Eine Nichtzulassung darf daher nur bei nicht ordnungsgemäß geführten Berichtsheften ausgesprochen werden.

Wurde das Berichtsheft ordentlich geführt, darf die Zulassung eines Prüflings nicht wegen fehlender Unterschriften seines Ausbilders abgelehnt werden. 

Das Gesetz setzt nur „geführte“ und nicht auch „unterschriebene“ Berichtshefte voraus.

Darüber hinaus hat der Ausbilder nach § 2 Nr. 6 der weiteren Vertragsbestimmungen zum Berufsausbildungsvertrag die Pflicht, die ordnungsgemäße Führung durch regelmäßige Abzeichnung zu überwachen. Ausbilder ist der im Berufsausbildungsvertrag festgelegte Ausbilder. Dies gilt auch für die Zeiten der Berufsschule sowie der außerbetrieblichen Ausbildung.

Werden Mängel bei der Überprüfung der Berichtshefte in der Zwischenprüfung festgestellt, sind diese dem Ausbildungsbetrieb und dem Prüfling mitzuteilen. Der Ausbilder ist im Falle der fehlenden Unterschrift auf seine oben genannte Pflicht hinzuweisen.

Etwas anderes gilt nur dann, wenn der Auszubildende seinerseits das Berichtsheft gar nicht oder nicht ordnungsgemäß geführt oder dem Ausbilder nicht vorgelegt hat. In diesen Fällen verletzt der Auszubildende seine Pflichten aus § 3 Nr. 7 der weiteren Vertragsbestimmungen zum Berufsausbildungsvertrag. Er kann diesbezüglich auch angemahnt und später ggf. gekündigt werden.