Berlin, 17. August 2012 – Anlässlich der Vorstellung des 10-Punkte-Arbeitsprogramms von Bundesumweltminister Peter Altmaier für die laufende Legislaturperiode erklärt Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH):  „Die Energiewende ist eine gewaltige gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Sie erfordert Gestaltungswillen. Und sie muss beschleunigt werden, um die politisch gesteckten Ziele erreichen zu können.

Der Schlüssel zum Erfolg ist und bleibt die Energieeffizienz. Ohne mehr und zeitnahe Impulse in diesem Bereich wird die Energiewende scheitern. Insbesondere im Gebäudebereich sind schnelle Erfolge realisierbar. Dennoch hängen die Verhandlungen zu steuerlichen Anreizen für die energetische Sanierung von Gebäuden seit fast einem Jahr im Vermittlungsausschuss fest. Ein erfolgreicher Abschluss muss jetzt Priorität haben. Auch ist es unabdingbar, bei der Energieeffizienz einen Schwerpunkt beim Mittelstand zu setzen. Das Handwerk muss dabei im Mittelpunkt stehen.

Wichtig ist auch eine Kostenbegrenzung. Denn absehbar wird nicht nur die EEG-Umlage für die Stromverbraucher kräftig steigen, vielmehr drohen auch andere Umlagen anzuziehen. Für die Stromverbraucher muss schnell Klarheit geschaffen werden, wie die Kosten eingedämmt und fairer als bislang verteilt werden können, gerade auch innerhalb der gewerblichen Wirtschaft. Denn die kleinen und mittleren Handwerksbetriebe sind von steigenden Kosten massiv betroffen. Wir erwarten kurzfristige Lösungen, um absehbare kräftige Steigerungen der EEG-Umlage im kommenden Jahr zu kompensieren. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass notwendige Entscheidungen auf die nächste Legislaturperiode geschoben werden.

Eine Möglichkeit wäre, im Gegenzug einen bestimmten Verbrauchssockel von der Stromsteuer zu befreien.“