Handwerkskammer Düsseldorf legt Jahresstatistik für 2011 vor – Schulhoff: „Eckwerte sind gesund“.   Das Handwerk an Rhein, Ruhr und Wupper wächst stetig. Die 56.278 Unternehmen im Bezirk der Handwerkskammer Düsseldorf (Zuwachs per Saldo: + 18) beschäftigten zu Jahresende 2011 312.412 Menschen und damit 1.509 mehr (+ 0,5 %) als ein Jahr zuvor. Das Umsatzvolumen stieg binnen Jahresfrist von 26,8 auf 28,6 Mrd. €. Die Firmen erwirtschafteten einen um 6,7 Prozent höheren Gesamt-Umsatz als im Jahr 2010. Das sind die bemerkenswertesten Daten aus der Statistischen Jahresanalyse der Handwerkskammer Düsseldorf für das zurückliegende Jahr. Auch die Zahl der neu abgeschlossenen  betrieblichen Ausbildungsverhältnisse im Handwerk kletterte in 2011 im Vergleich zum Jahr zuvor um 1,3 Prozent. Insgesamt befinden sich derzeit knapp 23.400 Berufsanfänger kammerweit in einem der gut 100 Ausbildungsberufe des Handwerks in Lehre.

In mehrjähriger Warte wird das Branchenwachstum im nordrheinischen Handwerk noch deutlicher. Seit 2004 stieg die Zahl der Handwerksbetriebe im Bezirk um unterm Strich 8.257 Firmen an. Der Löwenanteil des Zuwachses vollzog sich in zulassungsfreien Berufen. Am stärksten – um 5.612 auf 23.690 Firmen – kletterte der Betriebsbesatz im Bereich des Ausbaugewerbes. Vergleichsweise stark legten auch die personenbezogenen Dienstleistungen zu. Dieses Branchensegment, zu dem auch die Friseure zählen, wuchs per Saldo um 1.783 auf nunmehr 13.030 Betriebe. Auch regional bildet sich das Unternehmenswachstum eindrucksvoll ab: Düsseldorf zählt heute 7.523 Handwerksunternehmen, 2.049 mehr als noch vor 7 Jahren. Duisburg aktuell 3.445 Hand-werksbetriebe (2004: 3.074), Essen 5.280 (4.446), Krefeld 2.932 (2.418), Mönchengladbach 3.540 (2.621), Mülheim 1.325 (1.249), Remscheid 1.176 (1.071), Solingen 1.896 (1.736) und Wuppertal 4.055 (3.435). Ähnlich das Bild in den Landkreisen Kleve (3.936/ 3.234), Mettmann (5.307/ 4.598), Rhein-Kreis Neuss (4.971/ 4.127), Viersen (3.990/ 3.402) und Wesel (4.885/ 4.222).

Die Sorge um eine ausreichende Versorgung mit Fachkräften veranlasst die handwerklichen Arbeitgeber im Übrigen in immer stärkerem Ausmaß, die Kompetenz ihrer Mitarbeiter durch Fort- und Weiterbildung so zu stärken, dass diese an zukunftsträchtigen Projekten arbeiten und langfristig an das Unternehmen gebunden werden können. Im Jahr 2011 zählte die Kammer ausweislich ihrer Jahresstatistik 4.881 Fort- und Weiterbildungs-Teilnehmer in ihrem breitgefächerten Angebot an technischen und betriebswirtschaftlichen Lehrgängen; die Meisterfortbildung nicht einberechnet (Vorjahr: 4.000 Fortbildungsprüfungen). Die Zahl der erfolgreichen Absolventen der Meisterschule der HWK hält seit fünf Jahren ein gleichbleibendes Niveau von um die bzw. über eintausend.

Stark frequentiert blieben auch die Beratungsabteilungen der Kammer. So führte die Betriebsberatung im vergangenen Jahr alleine 4.573 Beratungen zu Fragen der Gründung und Entwicklung von Unternehmen durch. Darüber hinaus beantworteten die Consulting-Spezialisten annähernd 25.000 Einzelanfragen aus der Mitgliedschaft. Noch höher die Fallzahlen in den Bereichen Recht und Handwerksrolle mit insgesamt 5.319 Beratungen und 73.000 telefonischen Auskünften. Besonders intensiv, weil vielfach mit Bestandsaufnahmen in den jeweiligen Betrieben verbunden, gestaltete sich auch erneut die Arbeit der Ausbildungsberater der HWK. Die Beratungsstatistik listet 1.598 Einsatz-Fälle; hinzu kamen mehr als 12.000 telefonische Kontakte. „Die Eckwerte des Wirtschaftsbereichs Handwerk sind gesund. Die langjährige Entwicklung von Beschäftigung, Umsätzen und Ausbildung bestätigt erneut die stabilisierende Wirkung des Handwerks auf die Gesamtwirtschaft“, fasste Kammerpräsident
Prof. Wolfgang Schulhoff das Datenbild zusammen.