Wie in jedem Jahr steigt die Zahl der Arbeitslosen in den Sommermonaten vorübergehend an. Von Juni bis Juli erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 439 Personen auf jetzt 39.263 Frauen und Männer im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Düsseldorf. Überwiegend jüngere Menschen meldeten sich nach der Schule und nach dem Ende der Berufsausbildung arbeitslos. Allein deren Arbeitslosigkeit erhöhte sich im Juli um knapp 400 auf 2.620 Personen. „Der saisonale Anstieg der Arbeitslosigkeit fiel in diesem Jahr aber deutlich niedriger aus als in den letzten Jahren. Das ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass sich der Arbeitsmarkt weiter positiv entwickelt. Mit Blick auf den wachsenden Fachkräftebedarf übernehmen die Betriebe zunehmend ihre Auszubildenden“, kommentiert Petra Neu, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Düsseldorf, die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt. „Auch wenn die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe aufgrund des späten Ferientermins in NRW nochmals im August leicht ansteigen könnte, werden wir unter der langjährigen Entwicklung bleiben. Ich bin mir auch sicher, dass wir wieder viele junge und gut ausgebildete Menschen schnell in den Arbeitsmarkt integrieren können“, so Neu. „Die aktuelle Stimmung in den Unternehmen ist gut. Ich rechne auch in den kommenden Monaten saisonbereinigt mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosenzahlen. Allerdings wird sich das Tempo des Rückgangs verlangsamen. Gute Bewerber finden rasch wieder eine neue Stelle. Wir haben jedoch auch Bewerber, die nicht zu hundert Prozent auf das Stellenangebot passen. Hier bitte ich die Unternehmen, von den Idealstandards abzurücken und auch Bewerber zu berücksichtigen, die vielleicht erst mit einer innerbetrieblichen Einarbeitung die Ansprüche voll erfüllen werden“, so Neu weiter.

Ende Juli waren insgesamt 39.263 Frauen und Männer im Bezirk der Agentur für Arbeit Düsseldorf arbeitslos gemeldet, 439 mehr als im Juni – aber knapp 2.600 weniger als noch vor einem Jahr. „Damit liegen die Arbeitslosenzahlen seit Monaten stabil unter den Vorjahreswerten. Der Arbeitsmarkt ist unverändert auf einem guten Kurs“, so Neu.

Durch den jahreszeitlich üblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit ist die Arbeitslosenquote im gesamten Agenturbezirk von 8,0 Prozent auf 8,1 Prozent gestiegen. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote 8,6 Prozent. Auch die Unterbeschäftigung, die die gesamte Entlastung durch die Arbeitsmarktpolitik umfasst, ist von 12,6 Prozent im Juli des letzten Jahres auf aktuell 11,4 Prozent gesunken. Damit hat sie sich im Jahresvergleich positiver entwickelt als die Arbeitslosenquote. Dies ist ein Indikator dafür, dass der Rückgang der Arbeitslosigkeit auf eine verbesserte Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes zurückzuführen ist.

Im Stadtgebiet Düsseldorf erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Juni um 395 Personen auf 27.732. Die Arbeitslosenquote stieg von 9,0 Prozent auf 9,2 Prozent. Im Kreisgebiet Mettmann waren 16.626 Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen, 108 mehr als noch im Juni. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von 6,6 Prozent auf 6,7 Prozent.

Im Geschäftsstellenbezirk Mettmann (Region Erkrath und Mettmann) betrug die Quote 7,7 Prozent (Juni: 7,9%), im Geschäftsstellenbezirk Velbert (Region Heiligenhaus, Velbert und Wülfrath) betrug sie 7,6 Prozent (Juni: 7,5%), im Geschäftsstellenbezirk Ratingen unverändert 6,4 Prozent, im Geschäftsstellenbezirk Hilden (Region Haan und Hilden) unverändert 5,8 Prozent und im Geschäftsstellenbezirk Langenfeld (Region Langenfeld und Monheim) 5,5 Prozent (Juni: 5,4%).

Ende Juli wurden 9.138 Menschen von der Arbeitsagentur betreut, 550 mehr als im Juni. Die Zahl der Arbeitslosen, die in den Jobcentern Düsseldorf und Mettmann im Bezirk der Agentur für Arbeit Düsseldorf betreut werden, ist um 111 auf 30.125 gesunken. Bei dem wachsenden Bedarf an Arbeitskräften haben sich die Beschäftigungschancen auch für diesen Personenkreis verbessert.

Im Juli wurden wie im Juni in der gesamten Region rund 2.700 neue offene Stellen für eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt gemeldet. Das waren seit Jahresbeginn knapp 18.700 offene Stellen – über 1.400 oder acht Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Großen Bedarf meldet weiterhin die Zeitarbeit. Aber auch im Handel, in der Gastronomie und im Gesundheitssektor werden aktuell zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht. Gesucht werden alle Qualifikationen – vom Fachhelfer bis zur Führungskraft. Diese Angebote stehen Frauen und Männern gleichermaßen zur Verfügung. Drei von vier der neuen offenen Stellen wurden für unbefristete Tätigkeiten gemeldet. Der weitaus größte Teil aller Stellen (83 Prozent) waren Vollzeitstellen.

Zurzeit suchen in der Region noch rund 1.300 junge Menschen einen Ausbildungsplatz. Neu appelliert an die Unternehmen, ihre offenen Ausbildungsstellen der Agentur für Arbeit zu melden. Stellenmeldungen können unmittelbar dem Arbeitgeber-Service in der Arbeitsagentur oder über die Hotline 01801 664466*) mitgeteilt werden. Den Jugendlichen empfiehlt Neu, auch Alternativen zum Wunschberuf zu suchen, wenn es bis jetzt noch nicht mit einer Ausbildungsstelle geklappt hat. Wer sich noch nicht um eine Ausbildungsstelle bemüht hat, sollte sich an die Hotline 01801 555111*) wenden, um einen Termin mit der Berufsberatung zu vereinbaren. „Jetzt beginnt der Endspurt. Deswegen: nicht warten – jetzt starten!“, empfiehlt Neu. Aktuell sind der Agentur für Arbeit Düsseldorf noch rund 1.800 unbesetzte Ausbildungsstellen gemeldet.

*) Festnetzpreis 3,9 ct/min.; Mobilfunkpreise höchstens 42 ct/min.