Nach den ursprünglichen Plänen von Schwarz-Gelb sollten die Mittel zur klimafreundlichen Haussanierung ab dem kommenden Jahr drastisch gekürzt werden. Jetzt berichtet ein Regierungsvertreter von der Verdoppelung der Mittel, so dass für 2011 knapp eine Milliarde Euro zur Verfügung stehen.

Der Bund will die Mittel zur klimafreundlichen Sanierung von Häusern nach Angaben aus Regierungskreisen im nächsten Jahr mehr als verdoppeln. „Für die energetische Sanierung sollen 2011 rund eine Milliarde Euro zur Verfügung stehen“, sagte ein Regierungsvertreter in Berlin. Nach ursprünglichen Haushaltsplanungen und kräftigen Kürzungen sollten dafür 2011 lediglich 450 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Diese würden jetzt um 500 Millionen Euro auf knapp eine Milliarde Euro wieder aufgestockt.

Die Gebäudesanierung ist auch eines der Kernthemen im Energiekonzept der Regierung. Danach soll sich die Modernisierungsquote verdoppeln, was erhebliche zusätzliche Mittel erfordert. Hauseigentümer über steuerliche Zusatzbelastung zur Sanierung zu drängen, war auf Widerstand bei Bauminister Peter Ramsauer und auch in der Koalition gestoßen.

Mit den Mitteln aus dem Programm werden die Zinsen für Baukredite der staatlichen KfW-Bank gesenkt, um einen Anreiz für Investitionen zu schaffen. Das Programm gilt daher nicht nur als erfolgreich bei der Senkung des Energieverbrauchs und damit des CO2-Ausstoßes, sondern wird auch als Konjunkturprogramm gerade für das Handwerk gewertet.