Ehrliche Arbeit durch Handwerkerbonus weiter aufwerten -„Ehrliche Arbeit muss weiter aufgewertet werden. Nur so kann effektiv der Schattenwirtschaft und Schwarzarbeit entgegengetreten und dem Staat Steuereinnahmen und Sozialabgaben gesichert werden.“, so Reiner Nolten, Hauptgeschäftsführer des Westdeutschen Handwerkskammertages.
Mit Ablehnung reagiert das nordrhein-westfälische Handwerk auf die Forderung des Bundesrechnungshofs, die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen, sogenannter Handwerkerbonus, wieder abzuschaffen, da sie dem Fiskus zu teuer zu stehen komme. „Hier werden zusätzliche Steuer- und Sozialversicherungsbeiträge offensichtlich nicht gegengerechnet.“, so Reiner Nolten. Durch Schattenwirtschaft und Schwarzarbeit werden die Steuereinnahmen verkürzt und die Sozialkassen geschwächt. Durch den Steuerbonus werden viele handwerkliche Leistungen aus der Grauzone der Schwarzarbeit geholt und bescheren dem Fiskus zusätzliche Steuer- und Sozialversicherungsbeiträge, die den Aufwand für den Steuerbonus für Handwerkerleistungen kompensieren.

Nach einer Berechnung des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) ergibt sich bei dem Steuerbonus ein Selbstfinanzierungseffekt von rund 80 Prozent, wenn lediglich ein Drittel der bisher schwarz ausgeführten Arbeiten wieder legal erledigt werden.  Das Handwerk fordert daher den Anrechnungssatz auf mindestens 30 Prozent anzuheben und zugleich die Obergrenze der anrechenbaren Handwerkerleistungen zu verdoppeln.

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