Düsseldorf (LGH). 450 Teilnehmer informierten sich bei den insgesamt sieben Veranstaltungen der Technologie-Transfer-Stellen des nordrhein-westfälischen Handwerks anlässlich des 3. Innovationstags Handwerk NRW am 17. April 2013. Unter dem Motto „EnergIennovation“ wurden unterschiedliche Technologien präsentiert, die im Hinblick auf die Energiewende alle ein großes Potential für das Handwerk bieten.

Mit rund 150 Teilnehmern konnte die Vortragsveranstaltung mit Begleitausstellung an der Handwerkskammer Düsseldorf zu dem Thema „OLED/LED“ die Erwartungen weit übertreffen. Auch als sehr erfolgreich erwiesen sich die Veranstaltungen rund um das Thema „Energiewende und das Potential im Bereich Bauhandwerk“ mit zusammen 150 Teilnehmern, die in Dortmund, Münster und Krefeld durchgeführt wurden. „Dezentrale Energieerzeugung“, „Energiespeicher“ und „Alternative Antriebskonzepte“ in Aachen, Arnsberg und Köln rundeten den Veranstaltungsreigen mit ungefähr 140 Teilnehmern ab.

Entsprechend begeistert zeigte sich der Geschäftsführer der Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks e.V. (LGH), Reiner Nolten: „Der Technologie-Transfer-Ring Handwerk schafft es immer wieder, unsere Handwerksunternehmen für neue Themen zu begeistern. Auch der gestrige Innovationstag zum Thema „EnergIennovation“ war mehr als erfolgreich.“ sagte er mit Blick auf die Teilnehmerzahlen. „Diese Veranstaltung demonstrierte, wie wichtig die Rolle des Handwerks bei der Energiewende ist.“

Die Handwerkskammer zu Köln bot einen Ausblick auf den gegenwärtigen Stand und die Zukunft der weltweiten Mobilität. Prof. Dr. Kai-Uwe Münch von der Fakultät für Fahrzeugsysteme und Produktion an der FH Köln erläuterte in einem interessanten Vortrag, wohin die Reise mit Auto & Co. geht, wo es momentan noch Hemmnisse gibt und auf welche Entwicklungen sich das Handwerk in naher Zukunft einstellen kann. Wie das Handwerk bereits heute von alternativen Antrieben profitieren kann, zeigten die anschließenden Praxisvorträge. Die unterschiedlichen Elektrofahrzeuge „zum Anfassen“ fanden regen Anklang – vom Elektrozweirad über den kleinen Stadtflitzer Renault Twizy bis hin zu großen Transportern.

Um Kosteneinsparungen und Innovationspotential im Baubereich ging es in Dortmund, Krefeld und Münster. Das breite Themenspektrum von der Bewertung traditioneller Bautechniken über intelligente Baustoffe bis hin zu smarten Gebäudetechniken zeigte, welches große Potential für Energieeinsparungen im „Häuslebau“ steckt. Rund 150 interessierte Zuhörer kamen, um sich über die neuesten Entwicklungen beim Bau zu informieren. Die Veranstaltungen in den Handwerkskammern Aachen und Südwestfalen hatten die Energieerzeugung und –speicherung zum Thema. Dabei wurde nicht nur die Speicherung von Strom betrachtet sondern auch die von Wärme und Kälte. Zusätzlich wurden Potentiale, aber auch die Risiken der Stromerzeugung mittels Photovoltaikanlagen beleuchtet.

In Düsseldorf drehte sich alles ums Licht: In spannenden Vorträgen wurden Marktpotentiale der LED-Technik „beleuchtet“. Neben den bekannten LEDs, wie sie bereits vielfach eingesetzt werden, wurde der Blick auch auf die organischen Leuchtdioden geworfen. Momentan noch als exklusive und teure Flächenleuchten eingesetzt finden sie immer größere Verwendung beim Design von Wohnräumen. Eine interessante Ausstellung rundete die Veranstaltung ab und lud zu zahlreichen Diskussionen und Fachgesprächen ein.

Insgesamt konnte der Innovationstag Handwerk NRW in seiner dritten Auflage die Erwartungen bei den Veranstaltern und interessierten HandwerkerInnen deutlich übertreffen. Eine Fortsetzung dieser schon fast traditionellen Veranstaltung ist fest geplant.