Berlin, 4. November 2011 – Zu den Ergebnissen der Steuerschätzung erklärt Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH): „Die Ergebnisse der Steuerschätzung belegen, dass Spielräume zur Entlastung von Bürgern und Betrieben vorhanden sind. Bund und Länder können bis 2015 mit insgesamt bis zu 40 Milliarden Euro Steuermehreinnahmen rechnen. Davon allein mehr als 16 Milliarden Euro im laufenden Jahr 2011. Mit mehr als 570 Milliarden Euro wird 2011 sogar ein neues Steuerhoch erzielt. Dies zeigt den klaren Zusammenhang zwischen der Entwicklung des Wachstums und der Auswirkungen auf die Steuereinnahmen. Neben dem konjunkturbedingten Anstieg des Körperschaftsteueraufkommens nimmt vor allem das Lohnsteueraufkommen überdurchschnittlich zu. Dies ist zu einem großen Teil die Folge der kalten Progression, also dem Lohnzuwachs, der einzig den Inflationsanstieg ausgleicht.

Nun ist es Aufgabe der Koalition, sich bei ihrem für Sonntag anberaumten Spitzengespräch auf einen überzeugenden Fahrplan zu verständigen, wie sie die kalte Progression zurückführen.“