Politische Diskussionen und ein Werkstattgespräch mit jungen Meistern im Fokus: Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, kam am Donnerstag zu einem zweistündigen Kurzbesuch in die HWK Düsseldorf. Neben einem bildungspolitischen Dialog mit der Kammerspitze um Präsident Andreas Ehlert und weiteren Vertretern der Handwerksorganisation stand ein Werkstattgespräch mit Fortbildungsteilnehmern der Tischlermeisterschule der Akademie und weiteren Jungmeistern auf dem Programm.

Themen der politischen Diskussion waren unter anderem die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung im europäischen Qualifikationsrahmen, die Weiterentwicklung des Meister-BAFöGs und die Bedeutung der zunehmenden Digitalisierung im Handwerk (Stichwort „Mittelstand 4.0.“). Kammerpräsident Andreas Ehlert versäumte es nicht, sich bei Professorin Johanna Wanka nochmals persönlich für deren Kommentierung des letzten OECD-Berichtes zu bedanken: „Sie haben damals klargestellt, dass den jungen Menschen mit Hochschulausbildung und beruflicher Bildung zwei gleichwertige Alternativen zur Verfügung stehen und beide Optionen optimale Möglichkeiten für die berufliche Zukunft bieten.“

Dass dies in der Tat so ist, davon konnte sich die Ministerin im anschließenden Gespräch mit den Meisterschülern und Meisterabsolventen überzeugen. Besonders die anwesenden Jahresbestmeister Kathrin Rütten und Nils Kupp erzählten mit großer Überzeugungskraft, wie sehr ihnen die Meisterfortbildung bei der persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung geholfen habe. Für die Zahntechnikerin aus Grevenbroich und den Elektrotechniker aus Meerbusch war der Besuch der Meisterschule zugleich auch die Vorbereitung auf die Selbstständigkeit: Beide werden mittelfristig die elterlichen Betriebe übernehmen. Und die ebenfalls anwesende Kfz-Technikermeisterin Kristina Muraro aus Krefeld berichtete Bundesministerin Johanna Wanka glaubhaft: „Meine erste Fahrt über den Nürburgring und der Schritt, den Meister zu machen – das waren die mutigsten Entscheidungen in meinem Leben.“

Am 10. August wird übrigens schon das nächste Regierungsmitglied in der HWK Düsseldorf erwartet: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe MdB kommt zu einem gesundheitspolitischen Dialog mit Handwerksunternehmern und -unternehmerinnen.

Auf dem Foto (v. l. n. r.) Tischlermeisterschüler Sebastian Stommel, Kathrin Rütten (Jahresbestmeisterin im Zahntechnikerhandwerk), Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, Kammerpräsident Andreas Ehlert, Nils Kupp (Jahresbestmeister im Elektrotechnikerhandwerk) und Kristina Muraro (Kfz-Techniker-meisterin, vorne). (Foto: Wilfried Meyer)