Neue Förderprogramme und der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz der Bundesregierung sollen die bisher verfehlten Energieziele wieder erreichbarer werden lassen. ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer sieht in einem Interview mit der Sparkassen-Zeitung Chancen, kritisiert jedoch die fortgesetzte Diskriminierung vieler Handwerker bei der geförderten Energieberatung: „Hier muss dringend nachjustiert werden.“

Bis 2030 soll der Energieverbrauch um 30 Prozent sinken. Von diesem Ziel ist Deutschland noch weit entfernt. Wie könnte es doch noch gelingen?

Wollseifer: Der Schlüssel ist Energieeffizienz. Zu lange lag der Schwerpunkt der Energiewende einseitig auf dem Ausbau der Erneuerbaren Energien. Das hatte Konsequenzen – es wurde nur noch von einer Stromwende und den hohen Kosten dafür gesprochen. Inzwischen hat die Bundesregierung aber offenbar erkannt, dass die beste Energie- und Klimapolitik diejenige ist, die auf einen möglichst geringen Energieverbrauch abzielt. Was wir dringend brauchen, ist ein breit angelegtes Programm zur durchgängigen Erhöhung der Energieeffizienz in der Breite unserer Volkswirtschaft.

Bereits mehrere KfW-Förderprogramme sollten die Energiewende vorantreiben. Zwei Prozent des Gebäudebestands sollten nach EU-Vorstellungen jährlich saniert werden, tatsächlich liegt die Quote hierzulande nur bei 0,9 bis 1,3 Prozent. Warum ist das so?  

Wollseifer: Wie soll ich als Unternehmer oder privater Hausbesitzer verlässlich Investitionen planen, wenn über Jahre hinweg bei der Förderung eine Art „Stop and go“ gefahren wird? Dazu kommt, dass Programme, die nicht hinreichend finanziell ausgestattet sind, nicht sonderlich attraktiv sind. Auch die bisher genutzten Förderansätze – hier Zinsverbilligungen, dort Zuschüsse – haben gerade im Bereich des selbstgenutzten Wohneigentums nicht die notwendige Breitenwirkung erzielt. Es ist wichtig, hier konstruktiv gegenzusteuern.

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Interview: Christoph Becker