Die Europäische Kommission hat heute eine Mitteilung zu regulierten Berufen vorgelegt. Damit Europa aus der Krise komme, brauche es weniger Regulierung für mehr Wachstum und Arbeitsplätze, heißt es darin. Dazu erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH):
„Europa braucht in der Tat mehr Wachstum und Arbeitsplätze. Die Deregulierung von Berufen ist jedoch ein falsches Signal, insbesondere an das Handwerk. Unser weltweit anerkanntes und bewährtes duales Ausbildungssystem basiert auf der hohen Qualifikation der Meisterinnen und Meister. Es ist Voraussetzung für die herausragende Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen und hat einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, Deutschland vor der hohen Jugendarbeitslosigkeit anderer Länder zu bewahren. Eine Schwächung dieses bewährten Qualifizierungssystems ist daher nichts anderes als ein Angriff auf die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Die EU-Kommission sollte sich daran erinnern, dass sie selbst dieses System als „best practice“ gelobt hat, und dass die südeuropäischen Krisenstaaten es sich zum Vorbild nehmen.“