Die Kreishandwerkerschaft Düsseldorf und die Handwerkskammer präsentierten sich Rosenmontag mit einem eigenen Mottowagen dem närrischen Volk. Unter dem Motto „Nicht sehr schlau: Dem Herdentrieb zur Uni folgen – Ziemlich schlau: Eine Ausbildung im Handwerk“ war unter der Leitung von Jacques Tilly ein in den Farben der Imagekampagne gehaltener Wagen gebaut worden.

Heiter und ausgelassen war die Stimmung unter den mehr als 60 Männern, Frauen und Kindern aus Betrieben und Handwerksorganisation, von denen der allergrößte Teil auch gespannt auf ihre erste Zugteilnahme war. Ge- bzw. verkleidet waren diese entweder in ihrer handwerksspezifischen Berufskleidung oder in weißen Overalls versehen mit dem Kampagnenlogo und verschiedenen Sprüchen aus der Kampagne. So wurde ein buntes und vielfältiges Bild des Handwerks gezeigt.

Während sich die Spitze des Zuges um 12:30 Uhr in Bewegung setzte, musste der Handwerkswagen mit der laufenden Nummer 40 noch eine weitere Stunde auf den Start warten. Die ca. 45-köpfige Fußtruppe zog vor dem Wagen mit drei gut gefüllten Bollerwagen mit Wurfmaterial und fröhlichem Helau. Auf dem Mottowagen standen neben Kreishandwerksmeister Thomas Dopheide, seinem Stellvertreter Georg Eickholt und Hauptgeschäftsführer Lutz Denken zahlreiche weitere Ehrenamtsträger, die kiloweise Gummibärchentüten warfen.

Bereits um 14:15 Uhr passierte die Handwerkstruppe die Ehrentribüne vor dem Düsseldorfer Rathaus. Sie wurde begeistert vom Präsidenten des Comitees Düsseldorfer Carneval (CC) und Stadtobermeister der Bäcker, Josef Hinkel, begrüßt. Nach dem Zug durch die dicht gesäumten Straßen der Alt- und der Carlstadt war der Höhepunkt dann zweifelsohne der Weg über die Königsallee, wo die Narren in Zehnerreihen rechts und links des Zugweges standen. Mit dem Ziel vor Augen ging es danach die Friedrichstraße herunter bis zur Ankunft um 16:15 Uhr am S-Bahnhof Bilk, wo der Zug aufgelöst wurde.

Nach rund 5,5 km Zugweg und 2 Stunden 45 Minuten nach Beginn waren sich die Teilnehmer einig, dass Strecke und Zeit wie im Fluge vergangen waren. Insgesamt wurde die Teilnahme am Rosenmontagszug sehr positiv beurteilt. Unser Dank geht an die zahlreichen Aktiven und insbesondere an die Organisatoren bei der Handwerkskammer.

Wermutstropfen war – so wie man dann erfuhr – nur die leider sehr nachlässige Berichterstattung durch den WDR. Nur wer die Übertragung des Kölner Zuges im Dritten Fernsehprogramm lang genug verfolgte, hatte die Chance den Handwerksmottowagen zu sehen: Von der Fußtruppe waren leider keine bewegten Bilder übertragen worden, während der Wagen dagegen rund eine Minute lang ausführlich zu sehen war und auch gut kommentiert wurde.

Auch wenn dieses Jahr mit dem doppelten Abiturjahrgang sicherlich einen besonderen Anlass bot um junge Menschen auf eine handwerkliche Ausbildung hinzuweisen, gibt es durchaus Überlegungen diese gute Außendarstellung im kommenden Jahr zu wiederholen. Gerade unter dem Narrenvolk sind viele Jugendliche zu finden, die man an diesem Tag so zielgerichtet mittels der Kampagne erreichen könnte.

Allerdings wäre für das kommende Jahr dann auch ein neuer Wagen zu bauen. Der diesjährige wurde – wie die anderen Motto- und Gesellschaftswagen auch – in der Wagenbauhalle Am Steinberg abgewrackt. Vielleicht heißt es dann im nächsten Straßenkarneval: „Och dat Handwerk noch!“