Zum Jahresende 2012 haben sich die Einschätzungen der Bauunternehmen zu ihrer Geschäftslage und den Erwartungen für das kommende halbe Jahr verbessert. Besonders augenfällig war dies im Wirtschaftsbau der Fall. Nachdem die Lagebeurteilungen in den letzten Monaten hier nachgegeben hatten, fiel die Lagebeurteilung per Saldo hier nun wieder positiv aus. Im Wohnungsbau hält sich diese Einschätzung weiter auf hohem Niveau. Der öffentliche Hochbau erhält nach dürftigen Beurteilungen in den Vormonaten bessere Noten. Das ergibt die monatliche Konjunkturumfrage des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes unter seinen Mitgliedsbetrieben für Dezember 2012.

Die Unternehmen haben bei dieser Beurteilung offensichtlich die Belebung bei der Nachfrage eingepreist. Dies wird sowohl zum Wohnungsbau, Wirtschaftsbau und öffentlichen Bau berichtet. Die Auftragsbestände haben sich im Hochbau in den alten Ländern mit 2 Monaten etwas unter dem Ende 2011 eingefunden. Gegenüber dem November 2012 blieb das Niveau insgesamt stabil, im Wohnungsbau und Wirtschaftsbau werden die Bestände als etwas höher beschrieben. Im Tiefbau hält der nachlassende Trend in den alten Ländern an. Nach ca. 2 Monaten im September, 1,7 Monaten im November fällt die Reichweite nun auf 1,5 Monate. In den neuen Ländern halten die Werte im Hoch- und Tiefbau das Niveau aus dem November.

Die Geräteauslastung ist im Dezember 2012 witterungsbedingt niedriger ausgefallen als im November und deutlich niedriger als im Jahr zuvor. Seinerzeit konnte durchgearbeitet werden. Im Hochbau kamen die Unternehmen im Dezember 2012 bundesweit noch auf knapp 60 %, im Tiefbau fiel die Auslastung auf unter 60 %.

Die Beschäftigtenzahl wurde nach den Meldungen in den alten Ländern stabil gehalten, in den neuen fiel sie etwas ab.

Die Behinderung der Bautätigkeit nahm witterungsbedingt zu. Weiterer Hauptgrund einer gehinderten Bautätigkeit bleibt der Fachkräftemangel.

Die Erwartungen zur Entwicklung in den nächsten drei Monaten sind für die Auftrags- und Geschäftsentwicklung aufwärts gerichtet. Auch die Möglichkeit, Preiserhöhungen am Markt zu platzieren, wurde optimistischer beurteilt.