Mit seiner weltweit einzigartigen Vielfalt gilt Deutschland zu Recht als „Land des Brotes“. Doch wie viele Brotsorten gibt es überhaupt? Antworten liefert schon bald das Brotregister des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, in dem der Reichtum erstmalig dokumentiert wird. Und es ist nur der Anfang: Denn ab 2012 soll Deutsches Brot UNESCO-Weltkulturerbe werden!

Deutschlandweit soll es über 300 Sorten Brot geben. Genaue Zahlen sind nicht bekannt – auch nicht beim Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks. Doch das soll sich jetzt ändern. Ab sofort können Innungsbäcker im ganzen Land ihre Brotschöpfungen in das Brotregister eintragen  und damit zeigen, wie kreativ die deutsche Bäckerkunst ist.
Und das Brotregister ist nur der erste Schritt auf dem Weg zu einem größeren Ziel: Der Zentralverband plant, die Deutsche Brotkultur von der UNESCO als immaterielles Weltkulturerbe schützen zu lassen. Denn dass deutsches  Brot in seiner Vielfalt eines Weltkulturerbes würdig ist, davon ist das Bäckerhandwerk überzeugt.

Brotregister

Das erste Brotregister seiner Art wird dazu die passenden Argumente liefern. „Auch unabhängig von dem Projekt Weltkulturerbe sehen wir durch das Brotregister eine große Chance zu zeigen, was das Bäckerhandwerk täglich leistet. Die deutsche Brotkultur ist einzigartig, und durch die Teilnahme am Brotregister kann jeder Innungsbäcker zeigen, dass er ein Teil dieser Kultur ist“, sagt Peter Becker, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks. „Denn jeder, der seine Brotsorte eingibt, bekommt die Einmaligkeit schwarz auf weiß: in Form einer Urkunde.“
Dabei müssen keine Betriebsgeheimnisse verraten werden. Angaben über Zutaten, Gewicht, Brotform und Backverfahren reichen völlig aus. Das Eingabeformular des Brotregisters wurde mit dem wissenschaftlichen Beirat des Instituts für die Qualitätssicherung von Backwaren (IQBack) entwickelt und durch das Präsidium des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks geprüft.

Brot und regionale Kultur

„Mit unserem Brotregister werden wir zeigen, wie stark deutsches Brot mit der regionalen Kultur verbunden ist und die Bundesregierung darin bestärken, dem UNESCO-Übereinkommen beizutreten“, sagt RA Amin Werner, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks. Denn noch steckt das Projekt „immaterielles Weltkulturerbe“ in den Kinderschuhen. Zunächst muss Deutschland dem internationalen Übereinkommen zum Schutz von immateriellen Kulturgütern beitreten.

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