Steuerbonus auf Handwerksleistungen und steuerliche Anreizförderung für Energieeffizienz „dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“, so Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), in der Neuen Osnabrücker Zeitung (02.12.2014). Wollseifer stellt klar: „Der Steuerbonus bleibt als Instrument zur Bekämpfung der Schwarzarbeit unverzichtbar.“

„Der Steuerbonus auf Handwerksleistungen ist und bleibt als Instrument zur Bekämpfung der Schwarzarbeit unverzichtbar. Der Steuerbonus ist Kunden und Handwerksbetrieben bekannt, ist einfach zu nutzen, sozialverträglich für Kleinverdiener und Mieterhaushalte und wird daher erfolgreich umgesetzt.

Das Handwerk hat Verständnis für die Klagen der Bundesländer, dass die Finanzverwaltungen angesichts hoher Fallzahlen durch erklärte Kleinbeträge stark durch die Bürokratie belastet sind. Hier können sicher Verfahren abgestimmt werden, die die Handhabung vereinfachen, ohne den Erfolg des Instrumentes zu gefährden. Die Bekämpfung von Schwarzarbeit muss das gemeinsame Ziel bleiben.

Die steuerliche Anreizförderung für mehr Energieeffizienz bei Gebäuden ist ein Instrument zugunsten von mehr Klimaschutz, das den Erfolg der Energiewende befördern soll. Es hat also völlig andere Ziele. Von einer solchen Förderung profitieren neben Klima und Energiewende die Hausbesitzer und Mieter, die Industrie, etwa Dämmstoffhersteller und Anlagenbauer, und zuletzt auch Handwerksbetriebe als Fachleute für Beratung, Einbau und Dienstleistung.

Eine rein haushalterische Betrachtung dieser Instrumente und ein Ausspielen der sehr unterschiedlichen Ziele gegeneinander, verbietet sich daher.“