Mit einer Podiumsveranstaltung nebst nachgelagerter Feierstunde mit 150 geladenen Gästen beging am Donnerstag die Handwerkskammer Düsseldorf das 25-jährige Bestehen ihres hauseigenen Umweltinstituts, des Zentrums für Umwelt und Energie, kurz: UZH, mit Sitz in Oberhausen. Vor dem Hintergrund sich verschärfender Verteilungskämpfe um Marktanteile auf dem Energiesektor widmete sich die Fachtagung der aus Handwerkssicht brandaktuellen Frage der „Kooperation auf Augenhöhe oder Abhängigkeit: Wohin entwickelt sich das Handwerk im ‚neuen‘ Energie-Dienstleistungsmarkt?“

Hintergrund sind die Bemühungen der Energiekonzerne und der Stadtwerke um zusätzliche Einnahmequellen bei der (dezentralen vs. zentralen) Energieerzeugung und -lieferung, namentlich dem Einbau, der Wartung und Reparatur von Energieanlagen. Ein weiterer Schwerpunkt der Vorträge und Aussprachen widmete sich der fortschreitenden Digitalisierung der Energie- und Umweltwirtschaft; es sprachen Kammer-präsident Andreas Ehlert, der Vorstandsvorsitzende des Instituts für angewandte Innovations-forschung an der Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, der Geschäftsführer des Bundesverbands Energie-und Wasserwirtschaft. Dr. Wolfgang van Rienen, der Beigeordnete des Dezernats Umwelt und Wirtschaft des Deutschen Städtetags Detlef Raphael, der Hauptgeschäftsführer des Fachverbands Sanitär Heizung Klima Nordrhein-Westfalen, Hans-Peter Sproten und Christian Heil, Fachverband Elektrotechnische Handwerke NRW.
Einigkeit herrschte auf dem Podium, dass nur eine deutlich verstärkte Kooperation zwischen den großen haustechnischen Handwerksbranchen und mit den Stadtwerken dem Wirtschaftsbereich auch in Zukunft ausreichend große und auskömmliche Marktanteile sichern kann.

Ursprünglich geplant, damit Kleinunternehmen mit Umweltauflagen fertig werden, erweiterte das im Oktober 1990 gegründete UZH sein Leistungsspektrum rasch in Richtung umweltgerechter Produktion und betrieblicher Prävention. Leitfäden für den betrieblichen Umwelt- und Gesundheitsschutz entstanden für das Maler- und Lackiererhandwerk und 8 weitere Ausbau-Gewerke. In einem weiteren Schritt vollzog die Modelleinrichtung mit einer großangelegten Energie- und Umweltmarkt-Initiative im Jahr 2000 den Schritt zum Verbraucher. Modellhaft designte Qualifizierungsmaßnahmen etwa zum Umwelt- und Energieberater suchten mit Erfolg, Handwerker als Anbieter von Maßnahmen der energetischen Gebäudeumrüstung zu profilieren. Bis heute haben annähernd 5.000 Selbstständige und Fachkräfte aus allen gebäudenahen Branchen, der baunaher Freien Berufe und von Bauträgern und gewerblichen Immobilieneignern aus ganz Nordrhein-Westfalen die umfassend beratungs-qualifizierenden Fortbildungen absolviert. Begleitend eingerichtete Internetplattformen informierten (und informieren) über diese Kompetenzen, über Modernisierungszwecke und Fördermöglichkeiten.
Zeitgleich begann das UZH, aus dem dramatischen demografischen Wandel unserer Gesellschaft weitere neue und potenzialträchtige Geschäftsfelder zu erschließen. Zusatzeinrichtungen wie die Beratungsstelle Innenraumhygiene und das Handwerkszentrum für Wohnen im Alter und eine federführende Rolle in der Handwerksoffensive Energieeffizienz NRW einschließlich breiter Verankerung in regionalen Netzwerken ergänzen heute den Aktionsradius des Umweltzentrums.
Zahlreiche Handreichungen für einen umweltgerechten und energieeffizienten Handwerksbetrieb, Beratungs- und Weiterbildungsangebote sowie Präsentationsmöglichkeiten auf Fachmessen, um Unternehmen Marktfelder auf dem Energie-, Umwelt- und Bausektor zu erobern, und nicht zuletzt eine proaktive Öffentlichkeitsarbeit, die den Verbrauchern und Immobilieneignern die Lösungskompetenz des Handwerks nahebringt: auf diesen Hauptnenner lässt sich das vielfältige Leistungsspektrum des Zentrums für Umwelt und Energie (UZH) der Handwerkskammer Düsseldorf heute bringen.

Unser honorarfreies Pressefoto (Quelle: Wilfried Meyer) zeigt (v. l.) den Geschäftsführer des Bundesverbandes Energie-und Wasserwirtschaft, Dr. Wolfgang van Rienen; den Beigeordneten des Dezernates Umwelt und Wirtschaft des Deutschen Städtetags, Detlef Raphael; den Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes Sanitär Heizung Klima NRW, Hans-Peter Sproten; Kammerpräsident Andreas Ehlert; die Leiterin des Zentrums für Umwelt und Energie der Handwerkskammer Düsseldorf, Gabriele Poth; den Vorstandsvorsitzenden des Institutes für angewandte Innovationsforschung an der Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Bernd Kriegesmann und Christian Heil, Fachverband Elektrotechnische Handwerke NRW.

www.hwk-duesseldorf.de/uzh, www.hwk-duesseldorf/wia, www.handwerksoffensive-energieeffizienz.de