Nachfrage nach Arbeitskräften höher als vor einem Jahr: Wie in jedem Januar ist auch in diesem Jahr die Arbeitslosigkeit in der Landeshauptstadt Düsseldorf angestiegen. Der Kündigungstermin zum Jahresende, das Auslaufen befristeter Verträge und der Abschluss dreieinhalb jähriger Berufsausbildungen brachten einen deutlichen Anstieg im Januar. Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich von Dezember auf Januar um 1.376 oder rund fünf Prozent auf 27.866 Frauen und Männer. „Dies bedeutet aber keine Unterbrechung der positiven Grundtendenz in Düsseldorf. Mit dieser Entwicklung liegen wir im Landestrend. Auch beim vorherigen Jahreswechsel betrug der Anstieg fünf Prozent. Die Nachfrage nach Arbeitskräften war in diesem Januar sogar höher als im Dezember des letzten Jahres. Qualifizierte Kräfte werden ständig gesucht. Der Arbeitsmarkt befindet sich trotz dieses saisonalen Anstiegs in einer stabilen Verfassung“, kommentiert Roland Schüßler, Chef der Agentur für Arbeit Düsseldorf, die aktuelle Situation.

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Arbeitsmarktreport Januar 2015 zum Download

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Von dem Anstieg der Arbeitslosigkeit waren alle Altersgruppen betroffen. Der Winter hatte aber kaum Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation. Vieles federt das Saison-Kurzarbeitergeld ab. In einigen Berufsgruppen, in denen es doch zu witterungsbedingten Arbeitsausfällen kam wie vereinzelt bei Malern und Lackierern, erhielten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Wiedereinstellungszusage für das Frühjahr.
Jüngere Menschen meldeten sich zum Teil nach der dreieinhalb jährigen Berufsausbildung arbeitslos. Ihre Chancen auf eine Beschäftigung sind gut. Der Markt sucht qualifizierte Kräfte. Einige junge Menschen hatten auch in der Probezeit ihre Berufsausbildung aufgegeben und orientieren sich jetzt neu. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren ist um 55 auf aktuell 1.461 angestiegen und lag damit um 150 immer noch deutlich unter dem Vorjahreswert.
Für ältere Arbeitslose ist die Situation weiterhin schwierig. Rund 32 Prozent aller Arbeitslosen gehören zu der Altersgruppe 50plus.
Durch die Zunahme der Arbeitslosigkeit erhöhte sich die Arbeitslosenquote in Düsseldorf von 8,3 Prozent im Dezember auf jetzt 8,7 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote 9,1 Prozent.
Regelmäßig weist die Bundesagentur für Arbeit die Unterbeschäftigung in verschiedenen Betrachtungen aus. Die gesamte Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) wird für den Januar auf 36.609 Personen berechnet. Die Unterbeschäftigung, die auch die gesamte Entlastung durch die Arbeitsmarktpolitik umfasst, ist in Düsseldorf im Jahresvergleich mit 11,2 Prozent weiter gesunken.
Ende Januar wurden 7.598 Menschen von der Arbeitsagentur betreut, 725 mehr als im Dezember. Die Zahl der Arbeitslosen, die vom Jobcenter Düsseldorf betreut werden, ist um 651 auf 20.268 gestiegen.
Im Januar wurden 1.498 neue offene Stellen für eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt gemeldet, 23 mehr als im Dezember. „Sonst verliert die Wirtschaft in den Wintermonaten regelmäßig an Fahrt – diesmal nicht. Die Nachfrage nach Arbeitskräften lag sogar deutlich über dem Vorjahreswert. Insbesondere hatte sich im Jahresvergleich der Bedarf an qualifizierten Kräften im Handel und im Gesundheitswesen erhöht“, so Schüßler.
Gut ein Viertel der offenen Stellen gibt es derzeit in der Zeitarbeit. Überwiegend wird aber Personal außerhalb der Zeitarbeit gesucht, so zum Beispiel für die Bereiche Verkauf, Büro, Gastronomie, Gesundheitswesen, Metall und Elektro, Pflege und für Informatik- und andere IKT-Berufe. Insgesamt standen zum Monatssende über 4.532 offene Stellen für eine Besetzung zur Verfügung, 514 mehr als noch vor einem Jahr. 79 Prozent aller neu gemeldeten Stellen wurden für eine unbefristete Tätigkeit gemeldet. Der weitaus größte Teil aller Stellen waren Vollzeitstellen.
„Dass sich der Arbeitsmarkt tendenziell in einer guten Verfassung befindet, zeigen auch die neuesten Zahlen über die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. So stieg die Beschäftigung im zweiten Quartal des letzten Jahres erneut an. Insgesamt waren in Düsseldorf 378.427 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 2.725 mehr als vor einem Jahr. Die Beschäftigung hat damit einen neuen Allzeithöchststand erreicht“, so Schüßler.
Quelle: Arbeitsagentur