Die neue Arbeitsstättenverordnung schießt im Einzelfall sogar über die Vorgaben der EU hinaus, kritisiert Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, in einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (25. Januar).

„Die bürokratische Regulierung in der Arbeitswelt nimmt Überhand, gerade beim Arbeitsschutz. Die Arbeitsstättenverordnung ist mit 11 Seiten doppelt so lang wie zuvor. Das passierte kurz zuvor bereits mit der neuen Betriebssicherheitsverordnung. Der Aufwand für die Betriebe, die neuen Regelungen zu verstehen und umzusetzen ist immens. So sollen künftig alle Pausen- und Bereitschaftsräume ausreichend Tageslicht und eine Sichtverbindung nach außen haben. Damit schießt die Verordnung sogar über Vorgaben aus Brüssel hinaus. In vielen Fällen wären so umfangreiche und teure Umbauten erforderlich, dass ein erheblicher Teil der Betriebe daran scheitern würde. Das ist Schilda! Der Verordnungsgeber muss bei seiner Regelungswut aufpassen, dass er noch ernst genommen wird.“

Quelle: ZDH

Foto: © Nomad_Soul – Fotolia