Eine Untersuchung zur „Familienfreundlichkeit von Handwerksbetrieben“ hat gezeigt: 38 Prozent aller Handwerksbetriebe führen Arbeitszeitkonten, 70 Prozent aller Handwerksbetriebe bieten Teilzeitbeschäftigung, jeder dritte Betrieb nutzt flexible Tages- und Wochenarbeitszeiten bzw. Gleitzeitmodelle,  junge Mütter und Väter haben die Chance auf Teilzeitausbildung. „Diese familienpolitische Grundhaltung macht das Handwerk attraktiv für junge Frauen, die bei der Suche nach Fachkräften eine wichtige Zielgruppe sind“, informierte ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. Es war der Auftakt zum familienpolitischen Dialog des ZDH-Präsidiums mit der Bundesministerin.

Die Ministerin kündigte unter anderem an, dass der Schwellenwert für eine Kleinbetriebsregelung bei der neuen Pflegezeit auf 25 (statt 15) Mitarbeiter plus Auszubildende festgesetzt werden soll. Außerdem bekannte sie sich grundsätzlich dazu, Familienfreundlichkeit nicht gegen die notwendige Planungssicherheit der Betriebe ausspielen zu wollen. Sie erkannte ausdrücklich die generell hohe Bereitschaft der Familienbetriebe des Handwerks an, persönliche familiäre Belange der Mitarbeiter zu berücksichtigen und flexibel darauf einzugehen.

Foto: ZDH/Werner Schüring