ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer kritisiert in einem Beitrag für die Rheinische Post (Düsseldorf) die Rentenpolitik: „Das Gesetz zur abschlagfreien Rente mit 63 ist ohne Not verabschiedet worden. Eine ernsthafte Folgenabschätzung ist ebenfalls unterblieben. Das beweist die Antragsflut bei der Rentenversicherung, die die Bundesregierung offenbar überrumpelt. Die Folgen für die Beitragszahler sind verheerend, die Personalplanung der Betriebe ist Makulatur.“

Die Zahl der Anträge zur abschlagfreien Rente mit 63 ist bereits höher als von der Bundesregierung angenommen, die Kostenbelastung wird nach Experteneinschätzung weit über den angenommenen Beträgen liegen. Die sehr kurzfristige und in ihren Auswirkungen völlig unterschätzte Einführung der erschwert die Lage der Betriebe. Eine langfristige Vorbereitung und Personalplanung war nicht möglich.

Vor diesem Hintergrund hat das Handwerk in der Rheinischen Post seine Erwartung formuliert, dass es schnell eine praxisorientierte und flexible Ausgestaltung der Teilrente gibt, um die Mitarbeiter wenigstens im Rahmen einer Teilzeittätigkeit länger im Betrieb halten und die Übergänge (bzw. die Nachfolge) etwas flexibler gestalten zu können.

Quelle: ZDH