Das Handwerk in der Landeshauptstadt geht mit Blick auf die derzeit laufenden politischen Gespräche über die Bildung einer neuen Koalition davon aus, dass das mittelstandsfreundliche Klima, das bislang in Düsseldorf herrschte, auch weiterhin spürbar bleibt. Handwerkskammerpräsident Andreas Ehlert und Kreishandwerksmeister Thomas Dopheide weisen auf die Wechselwirkung im Verhältnis von Handwerk und Kommune hin: „Die Stadt hat in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten erhebliche Investitionen getätigt. Davon hat das örtliche und regionale Handwerk im hohen Maße partizipiert – mit dem positiven Ergebnis, dass Arbeits- und Ausbildungsplätze gesichert waren. Diese Politik muss weitergeführt werden, denn es gilt der alte Spruch: Geht es dem Handwerk gut, geht es der Stadt gut. Und umgekehrt.“

Die Erwartungen des Düsseldorfer Handwerks im Einzelnen:

  1. Eine nachhaltige und vorausschauende Haushaltspolitik, die auch in Zukunft notwendige Spielräume für Investitionen in die städtische Infrastruktur ermöglicht.
  2. Die konsequente Sanierung und Modernisierung städtischer Gebäude (Schulen, Sportstätten etc.) sowie die Sanierung von Straßen und der Bau von Radwegen für eine bessere urbane Mobilität.
  3. Die Bereitstellung von Flächen für den privaten und genossenschaftlichen Wohnungsbau. Dies impliziert auch die planerischen Vorgaben für den Bau von (Miet-)Wohnungen in allen Preissegmenten.
  4. Eine konsequente öffentliche Vergabe nach Einzel- und Fachlosen und – bei beschränkten Ausschreibungen – die Berücksichtigung von handwerklichen Unternehmen aus Düsseldorf und der Region.
  5. Eine moderne, gut ausgestattete Verwaltung mit schnellen und rechtssicheren Auskünften und Genehmigungen – insbesondere in der Bauverwaltung.

Ein besonderes Anliegen des örtlichen Handwerks ist die Errichtung eines Neubaus für das „Albrecht-Dürer-Berufskolleg“. Kammerpräsident Ehlert: „Seit über zehn Jahren warten unsere ausbildenden Betriebe und unsere Lehrlinge darauf, dass endlich etwas geschieht. Die Wertigkeit der beruflichen Bildung zeigt sich auch daran, wie eine Kommune mit ihren Berufsschulen umgeht. Das Gebäude des Dürer-Berufskollegs am Fürstenwall ist ein Sanierungsfall und muss dringend erneuert werden.“