Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat Pläne für eine Ausweitung der Lkw-Maut bekanntgegeben. Vorgesehen ist eine Ausdehnung der streckenabhängigen Gebühr auf Fahrzeuge zwischen 7,5 bis 12 Tonnen und eine Einbeziehung weiterer Teile des Bundesstraßennetzes. Dazu erklärt der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) Holger Schwannecke:

„Die vorgesehene Ausweitung der Lkw-Maut auf Fahrzeuge zwischen 7,5 und 12 Tonnen lehnen wir ab.

Sie wird erhebliche Belastungen für den gewerblichen Mittelstand außerhalb des Transportgewerbes nach sich ziehen. Die Betriebe des Handwerks würden durch die teuren streckenbezogenen Mautgebühren und den notwendigen Einbau von Erfassungsgeräten überproportional zur Kasse gebeten. Dabei wird der Fuhrpark in der Regel nur auf regionalen Kurzstrecken eingesetzt.

Wie alle Fahrzeughalter tragen auch die Handwerksbetriebe bereits über Mineralölsteuer und KFZ-Steuer ihren Teil zum Erhalt des Straßennetzes bei. Durch die Ausweitung der Tonnagegrenze würde das regional agierende mittelständische Gewerbe zusätzlich in die Finanzierung der Kosten des Güterfernverkehres einbezogen.“