Bei der Suche nach qualifiziertem Fachkräftenachwuchs macht sich das Handwerk für Jugendliche aus dem Ausland oder mit Migrationshintergrund stark: „Wir gelten immer noch als zugeknöpftes Land. Daran müssen wir gemeinsam – Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – arbeiten und ganz bewusst für eine neue Willkommenskultur eintreten“, erklärt Handwerkspräsident Otto Kentzler in einem Interview mit dem Onlineportal des Charta der Vielfalt e.V. das Engagement des ZDH in der gleichnamigen Initiative.

Der deutsche Arbeitsmarkt wird immer internationaler, die Einwanderung qualifizierter Fachkräfte hat in den letzten drei Jahren deutlich zugenommen. Hat sich das auch schon in den Handwerksunternehmen positiv niedergeschlagen?

Otto Kentzler: Ja, denn unser Leitmotiv ist: „Es zählt nicht, wo man herkommt, sondern wo man hin will“. Und qualifizierte Fachkräfte werden dringend gebraucht. Der demografische Wandel macht sich in unseren Betrieben schon deutlich bemerkbar. Konkrete Zahlen kann ich Ihnen allerdings nicht nennen. Bei den Beschäftigten erheben wir – anders als bei den Auszubildenden – die Staatsangehörigkeit nicht.

Deutschland profitiert dabei im Moment auch stark von der Krise in den südlichen EU-Ländern und der qualifizierten Einwanderung aus osteuropäischen EU-Ländern. Für Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern gilt Deutschland aber weiterhin als unattraktiv. Reichen die vielen Maßnahmen und Aktivitäten der Bundesregierung im Bereich der qualifizierten Einwanderung aus, um auch längerfristig viele Fachkräfte aus dem Ausland für deutsche Handwerksunternehmen anzuziehen?

Otto Kentzler: Laut OECD gehört Deutschland inzwischen zu den Ländern mit den geringsten Zuwanderungsbeschränkungen. Leider kommt das im Ausland noch nicht so recht an. Wir gelten immer noch als zugeknöpftes Land. Daran müssen wir gemeinsam – Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – arbeiten und ganz bewusst für eine neue Willkommenskultur eintreten. Das fängt bei den Behörden an und hört bei den Kolleginnen und Kollegen und den Nachbarn noch lange nicht auf. Darüber sprechen wir u.a. im Rahmen der Demografiestrategie der Bundesregierung, in die der ZDH eingebunden ist. Dabei geht es auch um die Frage, wie wir dieses neue Deutschlandbild offensiv nach außen tragen können – z.B. mit dem Willkommensportal „Make it in Germany“.

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