Rund 180 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verbänden gratulierten am Donnerstag, 7. April 2011 dem Geschäftsführer der Bildungszentren des Baugewerbes e. V. (BZB) Dipl.-Ing. Frank Pawlik zu seinem 65. Geburtstag. Es war dem Vorstand der BZB ein außerordentliches Anliegen, aus diesem Anlass zu einem Empfang in das Mercure Parkhotel Krefelder Hof einzuladen.In seiner Begrüßungsrede hob der BZB-Vorstandsvorsitzende und langjährige Obermeister der Bau-Innung Krefeld Herbert Schaefer die herausragende Leistung von Frank Pawlik für die BZB hervor, was ihn zu einem Synonym für diese erfolgreiche Berufsbildungsinstitution hat werden lassen. Aufbau und Entwicklung der BZB zum heutigen Stand sind ohne seine Person schwer vorstellbar. Herbert Schaefer skizzierte den Lebensweg von Frank Pawlik, in dem er wesentliche Stationen in dessen beruflicher Laufbahn mit Weichenstellung für seine außergewöhnliche Karriere näher beleuchtete.

Frank Pawlik, am 7. April 1946 in Leichlingen geboren, leitet erfolgreich die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. seit der Gründung im Jahre 1980. Er weiß sehr genau, wovon er spricht, wenn es um das Thema Ausbildung in Bauberufen geht. Nach Abschluss der Realschule absolvierte er eine Lehre zum Beton- und Stahlbetonbauer in Düsseldorf. Direkt danach begann er das Studium im Fachbereich Straßen- und Verkehrsbau an der damaligen Ingenieurschule in Wuppertal, das er 1970 als Diplom-Ingenieur abschloss. Nach drei Jahren Tä-igkeit als Ingenieur für Straßen- und Verkehrsplanung bei einem Düsseldorfer Ingenieur-Consulting-Unternehmen wechselte Frank Pawlik 1973 zu den Baugewerblichen Verbänden in Düsseldorf. Hier leitete er sieben Jahre als Geschäftsführer die Bereiche Berufsausbildung und Technik.

Der BZB-Vorsitzende ging in seiner Rede auch auf das private Umfeld von Frank Pawlik ein und zeichnete das Bild eines trotz sehr hoher Arbeitsbelastung vielseitig interessierten Menschen, zu dessen Vorlieben Eishockey, sportliches Fahren, italienische Küche und natürlich der eigene Garten mit großer Pflanzenvielfalt, insbesondere an Kräutern für die eigene Küche, gehören.

Der Oberbürgermeister der Stadt Krefeld, Gregor Kathstede, unterstrich in seinem Grußwort die Ausstrahlung der BZB als eine bedeutende Adresse der Bauwirtschaft in Deutschland. Es freue ihn, dass der mit Ideen, Initiative und Durchsetzungsver-mögen erreichte Erfolg von Frank Pawlik und der BZB eng verbunden ist mit dem Namen der Stadt Krefeld.

In seiner Ansprache blickte der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Düsseldorf, Dr. Thomas Köster, aus eigener Erinnerung launig zurück in die Zeit der Gründung der BZB, als der bei der Feier anwesende seinerzeitige Obermeister der Baugewerbe-Innung Düsseldorf und spätere 1. BZB-Vorsitzende Rainer Behrens zusammen mit dem jungen Geschäftsführer Frank Pawlik dem damaligen Präsidenten der Handwerkskammer Düsseldorf Georg Schulhoff ihre Bitte um politische und finanzielle Unterstützung beim Aufbau eigener Berufsbildungszentren des Baugewerbes vortrugen.

„Frank Pawlik wurde zum Motor der Entwicklung der BZB. Die Ausbildung des Nachwuchses ist ihm ein Herzensanliegen, wobei er einen ganzheitlichen Bildungsansatz vertritt, zu dem Fra-gen der Umschulung und der Weiterbildung unverzichtbar dazu gehören. In allen diesen Themenbereichen ist Frank Pawlik un-bestritten ein anerkannter Fachmann. Und das nicht nur hier in der Region, sondern bundes-, ja europaweit. Er verfügt ohne Zweifel über ein beeindruckendes weltweites Netzwerk.“ kennzeichnete Dr. Köster den Jubilar, und fügte hinzu: „So habe ich folgende Erfahrung gemacht: Kommt man in Sachen Berufsbildung in der Welt herum – dann war Frank Pawlik schon da. Er ist unheimlich schnell; er packt zu – und das mit Kompetenz und Augenmaß. Er weiß auch ausgezeichnete Mitarbeiter um sich zu versammeln. Und ich weiß, wovon ich spreche, denn von diesen Qualitäten hat auch die Handwerkskammer Düsseldorf sowohl hier in der Region profitiert als auch bei unserem Moskau-Projekt in den Jahren nach 1994. Heute können wir sagen, dass wir mit dem Moskauer Bildungszentrum russische Bildungsgeschichte geschrieben haben.“

Zum Abschluss seiner Rede überreichte Dr. Köster dem Jubilar eine Urkunde der Handwerkskammer Düsseldorf für seinen besonderen Einsatz zur Förderung des beruflichen Nachwuchses im Baugewerbe und für seine tatkräftige Hilfe beim Aufbau einer Handwerksorganisation in Moskau.

Das Grußwort der Baugewerblichen Verbände (BGV), Düsseldorf überbrachte deren Präsident Rüdiger Otto. Er erinnerte an Frank Pawliks beruflichen Werdegang, der im Düsseldorfer Baugewerbehaus um die 80-iger-Jahreswende seine ersten Sporen als Berufsbildungsspezialist erworben hatte. Und die heutigen Bildungszentren des Baugewerbes sind – durch die Organisationsbrille gesehen – aus der von ihm betreuten Trägergemeinschaft Bildungszentren Bau e.V. entstanden, die bis zum Januar 1982 Teil der Verbandsorganisation war.

„Und was aus dieser Bildungseinrichtung nach ihrer „Entlassung“ in die selbstständige Trägerschaft von 48 baugewerblichen Innungen im Kammerbezirk Düsseldorf durch Sie, liebes Geburtstagskind, geworden ist, das erfüllt unsere Verbände mit großem Stolz.“ würdigte Präsident Otto die Erfolgsgeschichte. „Sie haben die BZB mit außerordentlichem Fleiß, diplomatischem Geschick, organisatorischem Weitblick und hoher Kompetenz zu einer renommierten, weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannten und  anerkannten Aus- und Weiterbildungsinstitution für Lehrlinge, Mitarbeiter und Unternehmer gemacht.“

Zum Abschluss seiner Rede wünschte der BGV-Präsident dem Jubilar für die kommenden fünf Jahre bis zur nächsten Lebensdekade vor allem Gesundheit, Glück und Wohlergehen, die Kraft zum beruflichen Loslassen und einen attraktiven Übergang in eine aktiv ausgewogene Rentenphase.

BZB-Ehrenvorstandsmitglied Werner Lüttgen, Mitbegründer der Lüttgen Pawlik Stiftung, stellvertretender Vorsitzender der BZB von 1979 bis 2004 und langjähriger Obermeister der Straßenbauer-Innung Düsseldorf stellte die Ziele und Aufgaben der Stiftung vor: Förderung der Besten in den Bauberufen als Anreiz, über eine herausragende fachliche Leistung die Möglichkeit der finanziellen Unterstützung für die eigene Aufstiegsfortbildung oder ein Studium zu erhalten.

Frank Pawlik dankte allen Gästen für ihr Erscheinen und insbesondere den Überbringern der Grußworte sowie dem Vorstand für die großzügige Ausrichtung der Feier. Seine zuvor in den Ansprachen unter verschiedenen Blickwinkeln betrachtete Erfolgsgeschichte entlockte dem Jubilar das Geständnis, dass er als Jugendlicher – geprägt durch seinen auf dem Düsseldorfer Flughafen in den 50er Jahren als Verkehrsleiter tätigen Vater – weder Ingenieur noch BZB-Geschäftsführer hat werden wollen, sondern Flugzeugmechaniker bei der Lufthansa in Hamburg.

Pawlik gestand weiter: „Ich habe in meinem Leben viel Glück gehabt, habe beruflich viel erreicht und habe auch das Glück gehabt, viel gestalten und kreativ arbeiten zu können.“ Dazu gehört auch in über 30 Jahren 3 Vorsitzende gehabt zu haben, die die Überzeugung hatten, an der Leine fängt der Hund keinen Hasen!

Als Mitbegründer der Lüttgen Pawlik Stiftung richtete der Jubilar zum Abschluss einen herzlichen Dank an all die Gäste, die seiner Aufforderung zur Unterstützung der Stiftungsarbeit anlässlich seines Geburtstages nachgekommen sind.