Manchmal sind es Details, die den Unterschied machen. Denn dass die europäischen Vorgaben der Lenk- und Ruhezeiten dem Handwerk zu schaffen machen, war der Europäischen Kommission schon lange vor der Veranstaltung »Bürokratieabbau – Bessere Rechtsetzung« am vergangenen Donnerstag bekannt. Aber dass Unternehmer zuweilen Kollegen mit dem Pkw abholen, damit diese nach einem Baustelleneinsatz und einer Rückfahrt mit Stau nicht kurz vor der Haustür mehrere Stunden pausieren müssen und wie viel Zeit in einem Kleinstbetrieb für das Ausfüllen von Formularen anfällt, das war in dieser Form dann offenbar doch neu.

Frau Dr. Klingbeil, stellvertretende Generalsekretärin im Generalsekretariat der Europäischen Kommission, zeigte sich beeindruckt von den Berichten der 17 Unternehmensvertreter. Als für Folgenabschätzungen zuständige Beamtin versprach sie zu prüfen, wie die Europäische Kommission solche Erfahrungen in Zukunft besser in Folgenabschätzungen und Evaluationen berücksichtigen kann.

Hauptgeschäftsführer Reiner Nolten äußerte seine Zufriedenheit über den Verlauf des Diskussionsforums: »Unser Ziel war es, bürokratische Lasten „greifbar“ zu machen. Das ist gelungen. Wir sind den Unternehmern dankbar, dass sie ihre Erfahrungen vorgetragen haben. Sie haben damit einen wichtigen Impuls geliefert, den Stakeholder-Dialog auf europäischer Ebene weiter zu entwickeln.«

Der Arbeitskreis Europa des Westdeutschen Handwerkskammertags hatte aus Anlass der europäischen KMU-Woche zu der Veranstaltung »Bürokratieabbau – Bessere Rechtsetzung« mit Frau Dr. Marianne Klingbeil eingeladen.