Ein sehr seltenes Jubiläum konnte die Maler und Lackierer Innung Düsseldorf feiern: 60 Jahre arbeitet Ernst Heinrich im Berufsleben, die Meisterprüfung hat er seit 50 Jahren. Ernst Heinrich war mit seiner Mutter vor der heran rückenden Roten Armee geflüchtet und landete als Kind in Lübeck in Schleswig-Holstein. Hier ging er  bis 1951 zur Volksschule. Die dortige Überbevölkerung machte den Entschluss einfach umzusiedeln und so gelangte Heinrich mit seiner Mutter nach Wipperfürth bei Wuppertal.Einfach waren die Nachkriegsjahre nicht und für eine Lehrstelle ging man viele Kilometer zu Fuß, im ersten Anlauf hat das meistens nicht funktioniert. Auch nicht bei Ernst Heinrich. Nach vielem vergeblichen Vorsprechen hörte er über das Arbeitsamt von einem Betrieb der noch einen Lehrling als Maler einstellen wollte. Und so ging er wieder zu Fuß durch die Stadt und dieses Mal hatte er Glück. Er bekam die Stelle weil er in Zeichnen und Rechnen (heute ist das Kunst und Mathematik) besser war wie der Mitbewerber für den sich der Betrieb eigentlich schon entschieden hatte.

1953, nach zweijähriger Lehre bestand er die Gesellenprüfung mit „sehr gut“ und wieder 2 Jahre später wollte er sich weiterbilden. Getreu seinem persönlichen Lebensmotto „der Geist muß fit bleiben“ besuchte er in Köln die Werkkunstschule im Fach Dekorative Malerei. Die Meisterschule in Düsseldorf, damals noch auf der Blücherstrasse im Kolpinghaus war der nächste Schritt. Vor der Handwerkskammer Düsseldorf am 25. Juli 1959 legte er die Meisterprüfung ab. In Wuppertal absolvierte er noch ein komplettes Abendstudium an der Verwaltung- und Wirtschaftsakademie.

In einem sehr guten Betrieb in Wuppertal erwarb er sich die technischen und kaufmännischen Fähigkeiten zum Abwickeln von Baustellen. 1973 trat in Düsseldorf in die Fa. Jaensch GmbH ein.

…“mein Herzblut hängt an dieser Firma“…, so Heinrich auf der kleinen Feierstunde welche ihm zu Ehren in der Geschäftsräumen der Fa. Jaensch auf der Klosterstrasse in Düsseldorf veranstaltet wurde und weiter …“der Beruf des Malers ist für mich gemacht. Das Betriebsklima stimmt  in der Fa. Jaensch und das ist so wichtig wenn man so lange durchhalten will wie ich“

Norbert Krämer der Geschäftsführer der Fa. Jaensch ist stolz auf seinen ältesten Mitarbeiter. „Herr Heinrich hat unglaublich viel Erfahrung, natürlich streicht er in seinem Alter nicht mehr selbst an, er betreut Kunden und wickelt die Rechnungen ab“. Der Geist muss fit bleiben,  der Wahlspruch von Ernst Friederich gilt natürlich auch für die vielen Technischen Neuerungen im Maler und Lackiererhandwerk gerade in den vergangenen Jahrzehnten.

100 Mitarbeiter, davon 6 Meister, beschäftigt die Fa. Jaensch, die im vergangenen Jahr ihr 50jähriges Firmenjubiläum feierte. Aus- und Weiterbildung haben bei Jaensch GmbH  einen großen Stellenwert.

Die Urkunde der Handwerkskammer überreichte der Obermeister der Maler und Lackierer Innung Düsseldorf Heiner Pistorius in den Geschäftsräumen der Fa. Jaensch.