Die aktuellen Auszubildenden aus den Betrieben der Boots- und Schiffbauer-Innung Nordrhein-Westfalen zeigten auf dem Messestand auf der „boot 2019“ wieder ein breitgefächertes Leistungsspektrum der nautischen Branche auf. Außerdem wurden fünf Lehrlinge nach erfolgreicher Prüfung traditionell während der Messe in den Gesellenstand erhoben.

Die Herstellung und der Ausbau von Booten und Yachten, die Anfertigung von Modellen und das ganze technische Business des Boots- und Yachtservice: Breit wie selten zu sehen fächerten die Boots- und Schiffbauer-Innung NRW und das Duisburger „Schiffer-Berufskolleg Rhein“ (SBKR) das aktuelle Leistungsspektrum des ältesten Handwerksberufs auf der 50. Messe „boot“ in Düsseldorf auf. Auf der Gemeinschaftsfläche ließen ausstellende Unternehmen und Bootsbau-Lehrlinge im 2. Ausbildungsjahr die Besucherscharen bei den handwerklichen Auf- und Ausbauarbeiten an Yachten in einer „Schau-Werft“ über die Schulter schauen.

Das Messepublikum konnte die Fertigung und den Einbau einer Kajüte auf einer in Holzbauweise konstruierten Yacht; den Bau einer Decksform für eine Modell-Segelyacht aus faserverstärktem Kunststoff und das Finish an einer restaurierten Mälar 22-Segeljolle verfolgen. Außerdem entstanden an den Messe-Tagen sogenannte Halbmodelle traditioneller Segelyachten. Ausbilder, Auszubildende und die Werft-Inhaber hatten darüber hinaus alle Hände voll zu tun, das Interesse vor allem vieler jüngerer Gäste an den nautischen Ausbildungsberufen zu bedienen.

Während der Messe findet ebenfalls traditionell im Kongresscenter auch immer die Frühjahrsinnungsversammlung der Boots- und Schiffbauer NRW statt. Bei den stattfindenden Nachwahlen wurde Marcus Rogozinski als Obermeister neu gewählt. Anschließend wurde der Vorstand wieder komplettiert mit der Wahl von Christopher Funger.

Höhepunkt der Teilnahme der Innung an der weltgrößten Wassersportmesse war die öffentliche Freisprechung der erfolgreichen Prüflinge in den Ausbildungsberufen des Boots- und Schiffbaus. Im Rahmen eines Grußwortes gratulierten der Direktor der „boot“ Petros Michelidakis, der zugleich die Wichtigkeit des handwerklichen Bootsbaus für das Gesamtbild der Messe hervorhob, und Bürgermeister Volker Mosblech, der die Glückwünsche der Stadt Duisburg, dem Sitz des Schiffer-Berufskollegs Rhein, überbrachte.

Kreishandwerksmeister Thomas Dopheide und der neugewählte Obermeister Marcus Rogozinski konnten dann gemeinsam die Prüfungsabsolventen in den Gesellenstand erheben: Anselm Duvenhorst aus dem Ausbildungsbetrieb Yachtbau Willi Brune, Erftstadt, Maximilian Gräb (Bootswerft Gerhard Bicker GmbH, Ahlen-Dolberg), Samuel Herzog (Gade Bootsbau-Kunststofftechnik GmbH, Aachen), Maximilian Liessem (Lux-Werft und Schifffahrt GmbH, Niederkassel) und Julian Eiermanns (Wassersport Udo Eichhofer, Rheinberg).