„Wer den Kopf in den Sand steckt, kann nicht in die Hände spucken“ – Einen glühenden Bogen spannten Obermeister Helmut Eibler, Manfred Uchtmann-Göttinger Schulleiter des Franz-Jürgens-Berufskollegs, Lutz Denken, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Düsseldorf und Manfred Kitzinger, Lehrlingswart der Fachinnung Stahl und Metall Düsseldorf über Ausbildung, Weiterbildung und Meisterbrief.

Um das Duale Ausbildungssystem wird Deutschland international beneidet. Immer wieder besuchen Vertreter aus anderen Staaten, zuletzt aus China, Indien und der Türkei, um sich zu informieren und, so Lutz Denken, ihre Schlüsse zu ziehen, was sie am heimischen Ausbildungssystem verbessern oder was sie möglicherweise aus Deutschland übernehmen könnten. Die sehr hohe Jugendarbeitslosigkeitsquote von bis zu 50% in Griechenland oder Spanien im Vergleich zu unter 10% in Deutschland spricht für sich und damit auch für den Erhalt des Meisterbriefes.

Im Jahre 2010 wurden auf dem ersten „HandSchlag“ in der Tonhalle Düsseldorf die Ausbildungsstarter im Handwerk willkommen geheißen. Lutz Denken freute sich, nunmehr die damaligen Ausbildungsstarter aus 2010 als Gesellen im Handwerk begrüßen zu können. Ein besonderer Dank galt natürlich auch den Lehrern, Eltern und Lebenspartnern, die ganz bestimmt mitgeholfen hatten, so manche Höhen und Tiefen während der Ausbildung zu überwinden.

„Eine Ausbildung im Handwerk ist nichts, was man verstecken muss,“ erklärte Helmut Eibler, „eher das Gegenteil, denn schließlich gibt es heutzutage viele hochqualifizierte Hightech-Berufe im Handwerk.“ Er führte aus, dass es durchaus möglich sei, die Meisterschule direkt im Anschluss an die Lehre anzuschließen, aber die wichtige und wertvolle handwerkliche Erfahrung komme erst im Laufe der Jahre mit der Berufspraxis. Dessen müsse man sich bewusst sein. Der Meisterbrief ist dem Bachelor-Abschluss an einer Universität gleichgestellt und berechtigt auch zu einem weiterführenden FH-Studium.

Stehend wurden die Auszubildenden von den Pflichten ihrer Lehrverhältnisse losgesprochen. Es war ihnen anzusehen, dass sie zugleich erfreut und erleichtert waren, diesen wichtigen Abschluss geschafft zu haben. Obermeister Eibler und Lehrlingswart Kitzinger überreichten jedem Einzelnen seinen Gesellenbrief. Dieser wurde dann auch erst einmal sehr genau und mit Recht stolz angeguckt. Die weiteren Wege der Junggesellen sind sehr unterschiedlich. Einer würde sehr gerne mit seinem Gesellenbrief nach der dreieinhalbjährigen Ausbildung im Metallhandwerk zur Berufsfeuerwehr, einige werden von ihren Ausbildungsbetrieben übernommen und der Rest wollte nichts zu den eigenen Zukunftsplänen sagen.

Auch von dieser Stelle aus beglückwünschen wir den neuen Fachnachwuchs im Metallhandwerk und zitieren gerne Manfred Uchtmann-Göttinger: „Dies ist der erste Schritt in ein selbstständiges, selbstverantwortliches Leben und es wird nicht der letzte sein