Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist die einwohnerreichste Stadt, die bundesweit diese Auszeichnung erhält. Für ihren nachhaltigen Umgang mit Energie wurde die Landeshauptstadt mit dem European Energy Award (EEA) in Gold ausgezeichnet. Düsseldorf ist die bislang einwohnerreichste Kommune, die diese Auszeichnung bekommen hat. Der Umweltminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Johannes Remmel, händigte den Preisträgern den European Energy Award am Donnerstag, 13. Januar, in Bottrop aus. Drei Städte erhielten für ihr gutes Energiemanagement den Preis in Gold, 24 Städte und Kreise wurden mit Silber ausgezeichnet. Die Laudatio auf die Preisträger hielt die Kabarettistin Anka Zink.

„Diese Auszeichnung belegt, dass unsere Stadt im Rahmen des Klimaschutzprogramms mit den 30 Initiativen ein sinnvolles Instrument für den Klimaschutz entwickelt hat, das durch die zügige Umsetzung schon sehr schnell Wirkung zeigt. Damit wird Düsseldorf seiner Vorreiterrolle gerecht“, erklärte Oberbürgermeister Dirk Elbers, der leider nicht persönlich an der Feierlichkeit teilnehmen konnte. Er wird weiterhin dafür Sorge tragen, dass die Landeshauptstadt den Klimaschutz vorantreibt.

2003 hat Düsseldorf zum ersten Mal an dem internationalen Energiemanagementsystem European Energy Award teilgenommen. Einmal jährlich trägt ein Team mit Fachleuten aus den Bereichen Immobilienmanagement, Stadtplanung, Verkehrsmanagement, Umwelt, Bauinvestitionscontrolling und Lokale Agenda 21, unterstützt von der Stadtwerke Düsseldorf AG, sämtliche energierelevante Aktivitäten in der Stadt zusammen und bewertet diese. Darauf aufbauend wird ein Energiepolitisches Arbeitsprogramm erstellt, mit dem weitere Projekte umgesetzt werden sollen. Dazu zählen die Einführung eines Energiecontrollings, die Festschreibung von Baustandards für die städtischen Gebäude, der breite Einsatz erneuerbarer Energien, die Durchführung von Klimaschutzprojekten mit Schulen, Kindergärten, Sportvereinen und der örtlichen Wirtschaft sowie eine sparsamere Straßenbeleuchtung. Bereits nach der ersten externen Überprüfung wurde Düsseldorf hierfür 2007 mit dem European Energy Award in Silber ausgezeichnet.

Preisverleihung am 13. Januar: NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel, Dr. Inge Bantz, stellvertretende Leiterin des Umweltamtes und Doreen Kerler, Leiterin des Amtes für Gebäudemanagement. Links im Bild Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW, die das EEA-Verfahren für Nordrhein-Westfalen organisiert. Foto: EnergieAgentur.NRW.

Seit Inkrafttreten des städtischen Programms „Die Schöpfung bewahren – 30 Initiativen für den Klimaschutz in Düsseldorf“ hat der European Energy Award laut Umweltamt der Stadt zusätzlichen Rückenwind bekommen. Im zweiten externen Audit, welches in diesem Jahr je ein nationaler und ein internationaler Prüfer vornahm, wurde einerseits die Existenz des Programms an sich positiv bewertet, andererseits trug die erfolgreiche Umsetzung der einzelnen Initiativen zu einer enormen Verbesserung der Bilanz bei. Besonders beeindruckt zeigten sich die Auditoren von dem Düsseldorfer Ökostrom-Cent, mit dem die Stadtverwaltung einen Eurocent je eingekaufter Kilowattstunde Strom in eigene Anlagen zur nachhaltigen Stromerzeugung investiert, sowie von dem umfassenden Förderprogramm „Klimafreundliches Wohnen in Düsseldorf“.

Die Prüfer bescheinigten der Landeshauptstadt mit 78 Prozent der erreichbaren Punkte einen hervorragenden energetischen Status. „Es freut mich, dass besonders im Bereich der städtischen Gebäude wesentliche Verbesserungen erzielt wurden und wir dadurch die für die Gold-Zertifizierung geforderte Punktzahl erreicht haben“, betont Doreen Kerler, Leiterin des Amtes für Gebäudemanagement. Sie nahm den Preis gemeinsam mit der stellvertretenden Umweltamtsleiterin, Dr. Inge Bantz, entgegen.

(Quelle: www.duesseldorf.de – 14. Januar 2011)