Handwerk Magazin

Corona – Krise

„Gesundheitscoach im Handwerk“

Gemeinsam mit dem Unternehmerverband Handwerk NRW hat die IKK classic das Projekt „Gesundheitscoach im Handwerk“ auf den Weg gebracht – am 06.10.2020 startet das Projekt in Mönchengladbach und am 28.10.2020 in Köln – Betriebe können sich noch anmelden.

Demografischer Wandel, Fachkräftemangel und Wettbewerbsdruck – Handwerksbetriebe stehen mehr denn je vor der Herausforderung, ihr Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. Und hierbei spielt die Gesundheit der Mitarbeiter eine entscheidende Rolle. Denn: Gerade in Handwerksbetrieben sind Mitarbeiter im Alltag höheren körperlichen Belastungen ausgesetzt als in vielen anderen Berufen – schon heute fehlt jeder Beschäftigte im Handwerk krankheitsbedingt durchschnittlich rund 19 Tage im Betrieb. Hinzu kommt:  In den nächsten Jahren nimmt die Zahl der Fachkräfte um 30 Prozent ab. Darum müssten sich die Unternehmen jetzt schon die Frage stellen, wie sie ihre Mitarbeiter so lange wie möglich gesund und leistungsfähig im Unternehmen halten können, um ihren Fachkräftebedarf zu decken.

„Wegen dieser Entwicklung bekommt das Thema Gesundheitsförderung in den Betrieben eine immer größere Bedeutung und wir wollen dem Handwerk hier eine schnelle und leicht umsetzbare Hilfe anbieten. Deshalb haben wir gemeinsam mit dem Unternehmerverband Handwerk NRW den „Gesundheitscoach im Handwerk“ aus der Taufe gehoben“, so IKK-Regionalgeschäftsführer Thomas Sievers. Im Rahmen des Projekts wird ein Mitarbeiter des Betriebs zum Gesundheitscoach ausgebildet und richtet dann sein Augenmerk auf die gesundheitsorientierte Gestaltung des Betriebs – von der Vermittlung von Gesundheitsthemen, der Sensibilisierung der Mitarbeiter und des Arbeitgebers für eine gesunde Lebensführung bis hin zur Ausgestaltung von gesundheitsgerechten Arbeitsplätzen. Die Vorteile für den Arbeitgeber liegen dabei auf der Hand: Langfristig wird der Krankenstand gesenkt, Berufskrankheiten können verhindert werden, die Motivation und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter steigen und nicht zuletzt verbessert sich das Image des Unternehmens als innovativer Arbeitgeber.

Der Aufwand für den Arbeitgeber ist dabei relativ gering. Der als Gesundheitscoach ausgewählte Mitarbeiter erhält durch die IKK classic eine kostenlose zweitägige Schulung, für die er freigestellt werden muss, und drei Mal jährlich findet ein Austausch zwischen dem Betriebsinhaber, dem Gesundheitscoach und dem Gesundheitsmanager der IKK classic statt.

Weitere Informationen zum Projekt können bei der IKK classic unter 02204 912-475020 eingeholt werden.

UVH-Rundschreiben 131/2020 – Corona-Update 104 (Stand 1.9.2020) –  Änderung und Verlängerung der Rechtsverordnungen zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2

                                                             

aktuell hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) die Rechtsverordnungen zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 geändert und ihre Geltungsdauer verlängert. Dies betrifft die folgenden Verordnungen:

  • Corona-Schutzverordnung (zuletzt UVH-Rundschreiben 127/2020 vom 17. August 2020 – Anlagen 1 und 2)
  • Corona-Einreiseverordnung (zuletzt UVH-Rundschreiben 125/2020 vom 12. August 2020 – Anlage 3)
  • Corona-Betreuungsverordnung (zuletzt UVH-Rundschreiben 125/2020 vom 12. August 2020 – Anlagen 4 und 5)

Neben der Einführung einer lokalen Corona-Bremse, um passgenau und noch schneller in betroffenen Kommunen auf ein erhöhtes lokales Infektionsgeschehen reagieren zu können, gelten ab 1. September 2020 neue Regeln für die Genehmigung von Veranstaltungen sowie in Schulen. Hierfür werden die Bestimmungen zur grundsätzlichen Maskenpflicht auf dem Schulgelände verlängert. Die zunächst vorsorglich eingeführte Pflicht, auch am Sitzplatz im Unterricht an weiterführenden und beruflichen Schulen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, kann mit Ablauf des 31. August 2020 auslaufen.

Die geänderten Verordnungen treten zum 1. September in Kraft. Die Geltungsdauer aller drei Verordnungen wird einheitlich bis zum 15. September 2020 verlängert.

Corona-Schutzverordnung:

Mit der Aktualisierung der Corona-Schutzverordnung (Anlage 1) hat das Land Regelungen für eine lokale Corona-Bremse in die Verordnung aufgenommen (neuer § 15a „Regionale Anpassung an das Infektionsgeschehen“). Danach gilt künftig folgende Regelung: Wenn die 7-Tage-Inzidenz in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt über 35 steigt, müssen die betroffenen Kommunen, das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW) und die zuständige Bezirksregierung umgehend weitere passgenaue Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens abstimmen und umsetzen. Hierdurch soll frühzeitig auf das lokale Infektionsgeschehen reagiert werden. Eine weitere Stufe wird bei einer 7-Tage-Inzidenz von 50 erreicht. Dann müssen unter Beteiligung des Gesundheitsministeriums weitere Maßnahmen abgestimmt und umgesetzt werden.

Mit der Verlängerung der Corona-Schutzverordnung regelt die Landesregierung zudem das Genehmigungsverfahren für Veranstaltungen neu (§ 2b). Klargestellt wird, dass bei Veranstaltungen ab 500 Teilnehmern der Veranstalter mit dem Hygiene- und Schutzkonzept auch eine pandemiegemäße An- und Abreise sicherstellen muss (§ 2b Abs. 1 Satz 2). Ergänzt wird durch einen neuen § 2b Abs. 1a, dass bei Veranstaltungen mit gleichzeitig mehr als 1.000 teilnehmenden Personen das Konzept zudem eine Begrenzung der Auslastung der Einrichtung auf höchstens ein Drittel derjenigen Teilnehmerkapazität vorsehen muss, die bei einer Durchführung ohne die Vorgaben dieser Verordnung üblich waren (Regelauslastung). Bei Veranstaltungen mit gleichzeitig mehr als 500 Teilnehmern muss das Konzept vor der Durchführung von der nach dem Landerecht für Schutzmaßnahmen nach § 28 Abs. 1 des Infektionsschutzgesetzes zuständigen Behörde in Abstimmung mit der zuständigen unteren Gesundheitsbehörde genehmigt werden (§ 2b Abs. 3 Satz 1). Konzepte für Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmern müssen nach Prüfung und Genehmigung des Hygienekonzeptes durch die Kommune zusätzlich auch dem Land vorgelegt werden (§ 2b Abs. 3 Sätze 2+3). Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) kann dann sein Einverständnis geben oder dieses verweigern, wenn die Durchführung einer so großen Veranstaltung aufgrund des landesweiten Infektionsgeschehens mit dem Ziel der Eingrenzung dieses Geschehens nicht vereinbar ist (§ 2b Abs. 3 Sätze 4 + 5). Diese Regelungen gelten für alle Veranstaltungen, die ab dem 12. September 2020 stattfinden, um den Behörden die Umstellung des Verfahrens zu ermöglichen (§ 2b Abs. 3).

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. Dezember 2020 generell untersagt (§ 13 Abs. 4; § 8 Abs. 6; § 9 Abs. 4). Der Begriff „Großveranstaltung“ bezieht sich dabei nicht auf die Personenzahl, sondern auf die Infektionsrelevanz der Veranstaltung (Schützenfeste, Straßenfeste, Musikfestivals etc.).

Ergänzt wird eine Regelung, dass Veranstalter teilnehmende Personen auch im Vorfeld von Veranstaltungen bereits auf das Risiko einer auch kurzfristigen Absage aufgrund eines veränderten Infektionsgeschehens hinzuweisen haben (§ 8 Abs. 1a; § 13 Abs. 2a).

Die Regeln der bislang untersagten Betriebsausflüge und Betriebsfeiern werden an die Regelungen für den privaten Bereich angeglichen. Künftig sind Versammlungen, Zusammenkünfte und Veranstaltungen in Unternehmen, Betrieben und Behörden, die aus sozial-kommunikativen Anlässen erfolgen, unter den gleichen Voraussetzungen und Einschränkungen erlaubt, die auch für den privaten Bereich gelten (§ 4 Abs. 1).

Zudem wird das mit den anderen Ländern und dem Bund vereinbarte Mindestbußgeld von 50 Euro bei Verstößen gegen die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung eingeführt (§ 18 Abs. 2 Nr. 2).

Hinzu kommen kleinere Klarstellungen bzw. redaktionelle Anpassungen.

In der Anlage „Hygiene- und Infektionsschutzstandards“ (Anlage 2) wurden lediglich einige wenige kleine redaktionelle Änderungen vorgenommen.

Corona-Einreiseverordnung:

Die Corona-Einreiseverordnung (Anlage 3) wird neu strukturiert: § 1 enthält nun den Verweis auf das Bundesrecht, § 2 die Regelungen zu Meldepflichten, § 3 umfasst die Regelungen zu „Absonderung für Ein- und Rückreisende, Beobachtung, Ausnahmen von der Absonderung“. § 4 beinhaltet die „Sonderregelungen“.

Dabei bleiben die Regelungen inhaltlich zunächst weitestgehend unverändert. Die Testpflicht und das Meldeverfahren ergeben sich ohnehin unmittelbar aus den Vorgaben des Bundesgesundheitsministeriums (neu in § 1). Änderungen soll es hier erst Mitte September geben. Bis dahin harmonisiert das Land seine Regelungen lediglich leicht im Hinblick auf Grenzpendler (§ 3 Abs. 4 Nr. 4) und auf die Erfüllung der Meldepflicht durch Ausfüllen der sogenannten Aussteigerkarten (§ 2 Abs. 1 Satz 3).

Corona-Betreuungsverordnung:

In der Corona-Betreuungsverordnung (Anlage 4) wurden die Bestimmungen zur grundsätzlichen Maskenpflicht im Schulgebäude und auf dem Schulgelände verlängert (§ 1 Abs. 3), die Pflicht, auch am Sitzplatz im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, läuft hingegen aus.

Es besteht eine feste Sitzungsordnung im Unterricht zur Gewährleistung der Rückverfolgbarkeit (§ 1 Abs. 5).

Die Anlage zur Betreuungsverordnung (Anlage 5), die die Tätigkeitsbereiche auflistet, deren Beschäftigte eine Notbetreuung in Anspruch nehmen dürfen (§ 3 Abs. 1 Nr. 1), bleibt unverändert.

gflv415-Anlage+1

gflv415-Anlage+2

gflv415-Anlage+3

gflv415-Anlage+4

gflv415-Anlage+5

Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (CoronaSchVO) – in der ab 30. Mai 2020 gültigen Fassung

Ab 30. Mai 2020 gelten in Nordrhein-Westfalen im Zuge des Stufenplans weitere Öffnungen der Anti-Corona-Maßnahmen. Unter anderem werden Zusammenkünfte im öffentlichen Raum für bis zu zehn Personen wieder möglich sein.

Kultureinrichtungen wie Kinos, Theater, Opern- und Konzerthäusern können wieder öffnen, wenn sie entsprechende Hygienestandards sicherstellen.

Messen, Kongresse und Tagungen sind unter Auflagen wieder erlaubt. Für sportliche Veranstaltungen im Freien gibt es weitere Lockerungen und auch für die Nutzung von Sanitär- und Umkleideanlagen in Sporteinrichtungen.

Busreisen sind unter bestimmten Bedingungen wieder möglich und Schülerinnen und Schüler können in den Sommerferien Freizeit- und Ferienangebote nutzen.

UVH-Rundschreiben 97/2020 – Ehrenpräsident Hansheinz Hauser verstorben

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben die traurige Pflicht, Sie über den Tod des Ehrenpräsidenten von HANDWERK.NRW und Ehrenpräsidenten der Handwerkskammer Düsseldorf, Hansheinz Hauser, zu informieren, der gestern in Krefeld verstorben ist.

Mit großer Dankbarkeit blicken wir auf die vielen Jahre der gemeinsamen Zusammenarbeit zurück, in denen Hansheinz Hauser in besonderem Maße auch den Interessen der freiwilligen Organisationen im Handwerk verbunden war.

Wir verneigen uns vor seinem Lebenswerk.

Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau und seinen Angehörigen.

Als Anlage übersenden wir Ihnen einen Nachruf der Handwerkskammer Düsseldorf und zugehöriges Bildmaterial.

24_Hansheinz+Hauser+verstorben_PM_12.5.20

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

veröffentlicht einheitliche Covid-19 Arbeitsschutzstandards

Um ein Wiederhochfahren der Wirtschaft in Deutschland zu ermöglichen hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) am 16.04.2020 allgemeine SARS-CoV- 2-Arbeitsschutzstandards bekannt gegeben (siehe auch Anlage)

Zu den wesentlichen Punkten gehören:

  • Arbeitsschutz muss um betriebliche Maßnahmen zum Infektionsschutz vor SARS-CoV-2 ergänzt werden,
  • Abläufe müssen so organisiert werden, dass die Beschäftigten möglichst wenig direkten Kontakt zueinander haben,
  • Der Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern gilt auch bei der Arbeit,
  • Für zusätzlichen Schutz bei unvermeidlichem direkten Kontakt sorgen,
  • Zusätzliche Hygienemaßnahmen vorhalten.

Grundsätzlich begrüßen wir die Initiative des BMAS allgemeine, branchenübergreifende Covid-19 Arbeitsschutzstandards zu beschreiben. Bei der Erarbeitung der Arbeitsschutzstandards hatte der ZDH darauf hinweisen, dass neben dem Schutz der Beschäftigten auch die betriebliche Umsetzbarkeit und Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen – vor allem auch für die kleinen und mittelständischen Betriebe – Berücksichtigung finden muss. Weiterhin haben wir deutlich gemacht, dass aktuell eine branchenweite Versorgung mit Desinfektionsmitteln, Atemschutzmasken, Mund-Nase-Masken und Schutzhandschuhen nicht sichergestellt ist.

Richtigerweise wird jetzt das Verwenden von Mund-Nasen-Bedeckungen in den meisten Fällen als ausreichender Schutz vorgesehen. Bei den Themen Zutritt zum Betriebsgelände und Handlungsanweisungen für Verdachtsfälle bleibt unternehmerischer Spielraum, als dass die dort beschriebenen Maßnahmen „möglichst“ bzw. „wo möglich“ erfolgen sollen – natürlich immer unter Wahrung der gesundheitspolitischen Vorgaben. Die branchenspezifische Konkretisierung wird richtigerweise den zuständigen Berufsgenossenschaften überlassen. Die Zentralfachverbände wurden hierüber bereits letzte Woche von uns in Kenntnis gesetzt und stehen in der Regel zwecks Erarbeitung branchenspezifische Umsetzungsempfehlungen mit ihrer Berufsgenossenschaft in Kontakt.

Das BMAS weist darauf hin, dass die Arbeitsschutzstandards entsprechend der aktuellen Lage angepasst werden können. Mögliche Anpassungen sollen in einem neu installierten Beraterkreis „Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz zur Prävention von Covid-19“ erörtert werden.

Über mögliche weitere Anpassungen bzw. eine Fortschreibung der Arbeitsschutzstandards werden wir Sie auf dem Laufenden halten.

Unsere Leistungen

Rechtsberatung

Insbesondere in rechtlichen Fragen sind Sie mehr und mehr auf qualifizierte Beratung und Information durch kompetente Fachberater angewiesen

Inkasso

Zeit ist Geld. Damit Sie Ihre Zeit in sinnvolle betriebliche Entscheidungen und Angelegenheiten investieren können, bieten wir Ihnen über unsere Rechtsabteilung das Forderungsinkasso

Formularservice

Zur weiteren rechtlichen Absicherung in vertraglichen Dingen bieten wir unseren Innungsmitgliedern von Juristen auf das Handwerk ausgerichtete Musterverträge und -formulare an

Interessenvertretung

Wir machen uns stark für unsere Mitglieder. Unser politisches Engagement für Ihren Betrieb. Damit Sie wirtschaftlich immer stärker werden.

Versorgungswerk

Das Versorgungswerk als Sozialeinrichtung des Handwerks in Düsseldorf gibt Ihnen kostenlos Antworten und Entscheidungshilfen zu Ihren Fragen

Vergünstigungen

Nehmen Sie teil an den Sondervergünstigungen des Stromrahmenvertrages der Kreishandwerkerschaft mit der Stadtwerke Düsseldorf AG. Dieses Angebot gilt für alle uns angeschlossenen Innungsbetriebe mit dem Sitz in NRW.

Unsere Partner

Kreishandwerkerschaft Düsseldorf