Nach dem jahreszeitlich bedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Jahreswechsel ging die Zahl der Arbeitslosen im Februar wieder zurück. Insgesamt waren Ende Februar 26.323 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, rund 230 weniger als noch vor einem Monat. „Die Beschäftigungschancen haben sich verbessert. Hinzu kommt, dass der in diesem Jahr eher milde Winter nicht zu einer deutlichen Arbeitsunterbrechung in den Außenberufen führte. Auch davon hat unserer Arbeitsmarkt profitiert. Die Entwicklung im Februar war in Düsseldorf günstiger als im Landesdurchschnitt. Die Zahl der neu gemeldeten Arbeitsstellen ist gegenüber Januar deutlich gestiegen“, beschreibt Roland Schüßler, Chef der Agentur für Arbeit Düsseldorf, die aktuelle Situation. „Mit Blick nach vorne möchte ich die Betriebe motivieren, nicht in ihren Ausbildungsbemühungen nachzulassen und auch weitere Betriebe für eine Ausbildung gewinnen. Die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften deutet auf einen zunehmenden Bedarf an Fachkräften hin. Die jungen Menschen bewerben sich jetzt mit ihren Halbjahreszeugnissen. Geben Sie ihnen eine Chance und bilden Sie aus, damit Sie die Fachkraft von morgen haben!“, so Schüßler.

Durch den Rückgang der Arbeitslosigkeit verringerte sich die Arbeitslosenquote in Düsseldorf von 8,3 Prozent im Januar auf jetzt 8,2 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote 8,8 Prozent.

Wie im Januar meldeten sich auch im Februar junge Menschen nach einer dreieinhalbjährigen oder verkürzten Berufsausbildung arbeitslos. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren ist gegenüber Januar um rund 100 auf aktuell 1.517 gestiegen. Noch vor einem Jahr waren 90 junge Menschen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. „Mit unserer Unterstützung sollten sie aber schnell eine Beschäftigung finden. Der Markt ist für gut ausgebildete Fachkräfte aufnahmefähig“, so Schüßler.

Ende Februar wurden 6.770 Menschen von der Arbeitsagentur betreut, 33 weniger als im Januar. Die Zahl der Arbeitslosen, die vom Jobcenter Düsseldorf betreut werden, ist um 196 auf 19.553 gesunken.

Die Arbeitslosigkeit verringerte sich um 229 auf 26.323 Personen und auch die Unterbeschäftigung nahm gegenüber Januar um 24 auf 35.533 Personen ab. Auch das Niveau der Unterbeschäftigung belegt die unverändert gute Verfassung des Arbeitsmarktes. In der Unterbeschäftigung werden Arbeitslose und weitere Personengruppen erfasst, die sich aktuell in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen befinden oder durch diese gefördert werden, wie zum Beispiel berufliche Eingliederung, berufliche Weiterbildung, Teilnehmer an Integrationskursen oder Empfänger des Gründungszuschusses.

Im Februar wurden 2.114 neue offene Stellen für eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt gemeldet, 265 mehr als im letzten Monat und 465 mehr als vor einem Jahr. Damit setzt sich der Aufwärtstrend von Januar fort. Insbesondere hatte sich der Bedarf an qualifizierten Kräften im Einzelhandel und für Berufe im sozialen Bereich erhöht. „Die gestiegene Nachfrage im Sozialwesen steht auch im Zusammenhang mit dem gewachsenen Bedarf an Arbeitskräften im Umfeld des Flüchtlingsmanagements“, so Schüßler. Gut ein Fünftel der offenen Stellen gibt es derzeit in der Zeitarbeit. Überwiegend wird aber Personal außerhalb der Zeitarbeit gesucht, so zum Beispiel für die Bereiche Gastronomie, Büro, Pflege und Gesundheitswesen, Verkauf, Logistik und Metall und Elektro. Insgesamt standen zum Monatssende 6.285 offene Stellen für eine Besetzung zur Verfügung, 1.403 mehr als noch vor einem Jahr. 75 Prozent aller neu gemeldeten Stellen wurden für eine unbefristete Tätigkeit gemeldet. Der weitaus größte Teil aller Stellen waren Vollzeitstellen.

Arbeitgeber sollten jetzt unbedingt ihre Ausbildungsplätze der Arbeitsagentur melden. Wer einen Ausbildungsplatz sucht, sollte auch Kontakt zur Berufsberatung aufnehmen. Arbeitgeber erreichen ihre Ansprechpartner unter Telefon 0800 4 5555 20. Für alle Jugendlichen ist die Berufsberatung unter Telefon 0800 4 5555 00 zu erreichen. Der Anruf ist gebührenfrei.